Ackerbohne für gute Standorte

Die Ackerbohne ist auf guten Standorten eine Alternative mit Potenzial und besitzt eine hervorragende Vorfruchtwirkung. Erfahren Sie, worauf Sie bei der Sortenwahl und der Kulturführung achten sollten.

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Setzen Sie auf starke Sorten mit hohem Kornertrag: Alexia, Julia und Gloria © RWA
Die Ackerbohne gehört im Frühjahr sehr zeitig angebaut, sobald der Boden bis auf die Saattiefe von etwa 8 cm entsprechend abgetrocknet ist. Im Jugendstadium übersteht die Kultur Spätfröste bis etwa -6° C. Der Blühbeginn der Ackerbohne hängt von der Strahlungsintensität der Sonne an den Pflanzen ab. Bei eher schütterem Anbau zwischen 28 und 32 Korn/m² beginnt die Ackerbohne durch bessere Sonneneinstrahlung an den Einzelpflanzen wesentlich früher zu blühen. Die Ackerbohne reagiert auf diesen frühen Blühbeginn mit kürzerem Wuchs, der zu weniger Wasserverbrauch und zu stabileren Erträgen führt. Durch die schütteren Bestände ist auf eine wirksame Unkrautregulierung besonderer Wert zu legen.

Sonstige Voraussetzungen der Ackerbohne

  • tiefgründiger, eher schwerer, kalkreicher Boden
  • Bekämpfung von Thripsen ab Anfang bis Ende Blüte
  • Bekämpfung von Kolonien der Schwarzen Bohnenblattlaus
  • Fungizideinsatz gegen Roste und Schokoladenflecken

Sortenempfehlung für den Ackerbohnenanbau

Die Sorten der Saatzucht Gleisdorf gehören in Europa zu den Spitzensorten hinsichtlich Ertrag und Pflanzengesundheit. Hier können wir besonders die blattreiche Sorte Alexia mit guter Unkrautunterdrückung und die ebenfalls hochertragreiche Sorte Julia empfehlen. Für Betriebe mit hoher Beifütterung von betriebseigener Ackerbohne ist auch die weißblühende, bitterstoffarme Sorte Gloria sehr empfehlenswert.

Die Ackerbohne ist eine Kultur mit hervorragendem Vorfruchtwert und hinterlässt sehr gare Böden und für die Folgefrucht auch entsprechend Stickstoff.
Autor:
Josef Krenn, Steirersaat