Welt-Ei-Tag: Cholesterinlüge ist widerlegt - Eier sind rundum gesund

Titschenbacher: Verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Eianteil.

Graz, 9. Oktober 2015 (aiz.info). - Anlässlich des heutigen Welt-Ei-Tages unterstreicht die Landwirtschaftskammer Steiermark die Vorzüge dieses Produkts als wertvolles Lebensmittel. Die Ernährungswissenschaft hat die Cholesterinlüge längst widerlegt. Dazu Primarius Dr. Meinrad Lindschinger: "Eier liefern gute, lebensnotwendige Fette, unterstützen und fördern die Hirnleistung sowie den Muskelaufbau. Außerdem sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Eier sind daher ein wertvolles Brain-, Beauty- und Power-Food. Sie sind rundum gesund und senken den Cholesterinspiegel. Ein moderater Konsum von drei bis vier Eiern pro Woche ist kein Problem", so das Resümee des Experten.

Weltweit einzigartig in Österreich: Teurere Gentechnikfreie Fütterung

Die heimischen Geflügelhalter füttern ihre Tiere - weltweit einzigartig - mit teurerem, gentechnikfreiem, heimischem Futter. Soja kommt beispielsweise aus dem Donauraum. Außerdem erfüllen sie erheblich höhere Standards in den Bereichen Tierschutz und -wohl. Im Vergleich zu den EU-Nachbarländern stammen die heimischen Eier weiters von kleineren und mittleren bäuerlichen Familienbetrieben. Und: Frischeier im Lebensmittelhandel sind lückenlos vom Ladentisch bis zum Bauernhof rückverfolgbar. Dazu Kammerpräsident Franz Titschenbacher: "Das ist ein erheblicher Mehrwert für die Verbraucher."

Mehrwert für Verbraucher bedeutet höhere Kosten für Bauern, die faire Erzeugerpreise brauchen

Der Mehrwert für die Verbraucher bedeutet für die Bauern aber erheblich höhere Kosten. Daher verlangt Titschenbacher "diese Mehrkosten müssen den Bauern auch abgegolten werden. Sie brauchen einen fairen Erzeugerpreis, damit sie auch weiterhin die Bevölkerung mit heimischen Mehrwert-Eiern versorgen können."

Konkrete Herkunftskennzeichnung in Gastronomie sowie von Lebensmitteln mit Eianteil

Die Steiermark ist Österreichs Eierland Nummer eins. Sie war auch Vorreiter bei der Umstellung auf die tierfreundliche Legehennenhaltung. Leider kommen jährlich rund 400 Mio. Eier (Statistik Austria) in Form von Trockeneipulver, Flüssig- und Schalenei aus vorwiegend internationaler, illegaler und fragwürdiger Haltung nach Österreich. Diese landen dann überwiegend in der Gastronomie und Hotellerie, in Nudeln, Backwaren, Fertiggerichten, Keksen, Gebäck oder Naschereien. Das kritisiert die Landwirtschaftskammer scharf. Präsident Titschenbacher bekräftigt die Forderung nach einer verpflichtenden Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Eianteil. "Die Konsumenten haben das Recht zu erfahren, woher die Eier kommen und wie die Legehennen gehalten werden." Weiters verlangt er eine verpflichtende Kennzeichnung für Eier in Gastronomie und Hotellerie.