Stammschäden vermeiden

Damit das Holz bei der Forstarbeit keine Schäden erleidet, stimmen Sie die Fällrichtung auf die Rückerichtung und Rückeart ab und verwenden Sie das passende Erntegerät.

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© Stihl

Laut letzter Waldinventur 2007/2009 sind in Österreich 246 Mio Stämme oder 162 Mio Vorratsfestmeter von Ernteschäden betroffen. Das sind 7,4 % aller österreichischen Bäume und eine äußerst bedenkliche Steigerung von ca. 30 Mio Stämmen gegenüber dem letzten Vergleichszeitraum. Während man Schäden, die durch Wild verursacht werden, nur durch langfristige und strategische Maßnahmen verhindern kann, sind Ernteschäden oft hausgemacht und leicht vermeidbar.

Wertverlust von bis zu 25 % droht

Die größte Auswirkung von Ernteschäden sind sicherlich finanzieller Natur: Eine gesunde Fichte besteht oft nur aus A/B/C-Blochen und Schleifholz, beschädigte Bäume hingegen sind im unteren Teil oft braun oder gar faul. Das bedingt – je nach Qualität – einen Wertverlust von bis zu 25 % und das nur, weil in vorangegangenen Durchforstungen schlampig gearbeitet wurde.

Wichtige Maßnahmen, um Schäden zu vermeiden:

  • In Durchforstungen Blochholz forcieren, kein Langholz ausformen
  • Fällrichtung auf die Rücke­richtung und die Rückeart abstimmen
  • Optimale Witterungsbedingungen nutzen

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Wichtig ist auch hier eine gute Walderschließung mit Forststraßen und eine ausreichende Feinerschließung mit Rückewegen, wobei moderne Erntemaschinen wie Harvester und Forwarder bei sachgerechtem Einsatz durchaus auch Vorteile haben.

 

Informationen über das individuell beste, das heißt, auf den jeweiligen Schlägerungsort abgestimmte Ernteverfahren bekommt man am besten bei den Holzeinkäufern des Lagerhauses. Die Experten sind Ihnen bei der Vermittlung von verlässlichen und bewährten Schlägerungsunternehmen behilflich – egal ob händisch, mit der Seilwinde oder dem Harvester.

 

Allgemeine Informationen sind in den Broschüren der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) erhältlich. Trotz bester Planung liegt der Erfolg der Arbeiten immer in Menschenhand: Man sollte sich vor jedem Arbeitsschritt überlegen, ob dieser optimal ist, um die Stämme vor letztendlich teuren Schäden zu schützen.

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Autor:
DI Reinhard Pfeffer, RWA Holzabteilung