ZAR-Jahresbericht zeigt, Österreichs Rinderzucht ist europafit

Bildung und Forschung als Zukunftsinvestitionen.

Wien, 15. Juli 2016 (aiz.info). - "Österreichs Rinderzucht hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt und zeigt auch, dass sie in jeder Hinsicht europafit ist", betonen der neue Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Rinderzüchter (ZAR), Stefan Lindner, sowie Geschäftsführer Martin Stegfellner gegenüber dem AIZ, anlässlich der Präsentation des neuen "Jahresberichts 2015". Dieser ist als umfangreiches und informatives Nachschlagewerk zum Preis von 10 Euro unter info@zar.at zu bestellen und steht auch auf http://www.zar.at/Downloads/Jahresberichte zur Verfügung.

So werden in Österreich auf rund 61.800 bäuerlichen Betrieben etwa 1,957.600 Rinder mit 758.500 Kühen gehalten. Von den 538,990 Milchkühen sind 422.777 (21.055 Betriebe) von der Leistungskontrolle als wichtigste Datengrundlage für die Rinderzucht erfasst. Diese Bauern produzieren fast 90% der an die Molkereien angelieferten Milch. Für die Rinderzüchter ist der Export für die Erwirtschaftung entsprechender Einkommen sehr wichtig. 2015 wurden fast 26.700 Zuchtrinder in 30 Länder exportiert, das ist eine Steigerung von 5,6% gegenüber 2014. Mit einer durchschnittlichen Milchleistung aller Kontrollkühe von 7.200 kg pro Jahr liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld.

Als gut vernetzte Interessensvertretung für 24.000 Rinderzüchter, die für Förderabwicklung, Marketing sowie Forschung und Bildung zuständig ist, wird die ZAR die Zusammenarbeit mit den Universitäten, den zuständigen Ministerien und Landwirtschaftskammern weiter investieren und vor allem der Arbeit der Jungzüchter große Aufmerksamkeit widmen, um dem anhaltenden Strukturwandel offensiv entgegen zu wirken. "Die heimischen Rinderzüchter wirtschaften im Einklang mit der Natur, setzen auf Langlebigkeit, Fitness sowie Gesundheit der Tiere und legen Wert auf Qualität. Deshalb ist die Rinderzucht in bäuerlichen Familienbetrieben für die Zukunft der ländlichen Räume und ihre Lebensqualität eine unersetzliche Basis. Nur mit geeinten Kräften können wir die anstehenden Herausforderungen, wie die schwierige Preislage am Milchmarkt und die Zuchtrindervermarktung, positiv bewältigen. Dazu ist die Weiterentwicklung der Rinderzucht durch Bildung und Forschung, aber auch durch die engere Zusammenarbeit zwischen den Tierzuchtorganisationen, von großer Bedeutung", betonen Obmann und Geschäftsführer.