Agrana: Grundsteinlegung für 100 Mio. Euro Großinvestition in Pischelsdorf

Verdoppelung Weizenstärkeproduktion mit zweiter Linie.

Wien, 17. April 2018 (aiz.info). - Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana hat zu Wochenbeginn in Pischelsdorf den Grundstein für eine zweite Weizenstärkeanlage gelegt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro verdoppelt das Unternehmen damit seine Weizenstärkeproduktion, erweitert die Gesamtverarbeitungskapazität an diesem Standort von 800.000 t auf über 1 Mio. t Getreide jährlich und schafft auch 45 neue Arbeitsplätze. "Der Werksausbau sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Agrana-Standortes und trägt der steigenden Nachfrage insbesondere der Papierindustrie durch den wachsenden Bedarf an Verpackungen für den Online-Versandhandel Rechnung", betont Vorstandsvorsitzender Johann Marihart.
 

In Pischelsdorf befindet sich neben der Weizenstärkeanlage auch Österreichs einzige Bioethanolanlage. Durch die enge Integration der beiden Anlagen wird das eingesetzte Getreide zu 100% verwertet. Nach Gewinnung von Weizenstärke und -gluten gehen die ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung des gentechnikfreien Eiweißfuttermittels "ActiProt". Letzteres ersetzt den EU-Import von rund 200.000 t gentechnisch verändertem Sojaschrot aus Übersee. Schließlich werden mit hochreinem CO2, das die benachbarte Anlage des Industriegaskonzerns Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage verflüssigt, aus einem Rohstoff hochwertige Produkte hergestellt. "Wir sind sehr stolz auf unsere Bioraffinerie. Sie gilt als Musterbeispiel für eine Komplettverwertung der eingesetzten Rohstoffe und trägt wesentlich zur Verwirklichung des Grundgedankens einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft bei", so Marihart.