EU-Schlachtrindermarkt: Höherwertige männliche Tiere weniger gefragt

Österreich: Preise für Jungstiere leicht rückläufig.

Wien, 30. Jänner 2018 (aiz.info). - Der Handel mit Schlachtrindern verliert in der EU vor allem in Deutschland weiter an Schwung. Die Schlachtunternehmen ordern deutlich verhaltener, die Preise sind rückläufig. Vor allem die Nachfrage nach männlichen Schlachtrindern mit höherwertigen Qualitäten ist geringer. Der Handel mit weiblichen Tieren ist geprägt von einem knappen Angebot mit stabiler Nachfrage. Auch hier kommt es regional zu leichten Preisabschlägen.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren, Ochsen und Kalbinnen für diese Jahreszeit ausreichend, teilt die Rinderbörse mit. Beim Export von Jungstieren berichten die Schlachthöfe von Preisrücknahmen. Im Lebensmitteleinzelhandel herrscht für diese Jahreszeit eine normale Nachfrage. Auch hierzulande sind die Preise für Jungstiere leicht rückläufig. Bei Schlachtkühen fällt das Angebot wieder etwas geringer aus und trifft auf eine stabile Nachfrage. Die Notierungen bleiben stabil. Bei Schlachtkälbern wird von einem leicht erhöhten Aufkommen und einer ruhigen Nachfrage berichtet. Die Preise sind leicht gesunken.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen geringeren Basispreis von 3,71 Euro netto/kg Schlachtgewicht und bei Kalbinnen weiterhin 3,22 Euro. Die Schlachtkühe-Notierung bleibt mit 2,52 Euro stabil, und für Schlachtkälber werden jetzt 6,05 Euro erwartet. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.