EU-Schlachtrindermarkt: In Deutschland fallen die Preise für Jungstiere deutlich

Verhaltene Nachfrage senkt auch in Österreich die Notierung.

Wien, 23. April 2018 (aiz.info). - Nachdem die Preise für Jungstiere EU-weit bereits in den vergangenen Wochen etwas unter Druck geraten sind, kommt es nun in Deutschland zu einem stärkeren Preisrückgang. Das Angebot liegt auf normalem Niveau, die Nachfrage ist sehr verhalten. Bei den weiblichen Schlachtrindern ist die Nachfrage leicht rückläufig. Die Kuhpreise sind etwas unter Druck, die Preisreduzierung bleibt überschaubar.
 

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren steigend und trifft aufgrund der hohen Temperaturen weiterhin auf eine verhaltene Nachfrage. Die Preise für Jungstiere sind rückläufig. Bei Kalbinnen sind Angebot und Nachfrage ausgeglichen, die Preise sind stabil. Bei Schlachtkühen trifft ein etwas höheres Angebot auf eine stabile Nachfrage, bis dato konnte nicht mit allen Schlachtunternehmen eine Einigung erzielt werden. Bei Schlachtkälbern ist das Angebot etwas höher als die Nachfrage, die Preise gehen leicht zurück.
 

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem Basispreis von 3,56 Euro netto/kg Schlachtgewicht. Die Notierung für Kalbinnen bleibt gegenüber der Vorwoche konstant bei 3,16 Euro. Die Preisfindung für Kühe wurde ausgesetzt und die Notierung für Schlachtkälber sinkt leicht auf 5,55 Euro. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.