EU-Schweinefleischexporte fielen im Jänner 2018 geringer aus

Rückläufige Lieferungen nach China zum Großteil kompensiert.

Brüssel, 15. März 2018 (aiz.info). - Die Exporte von EU-Schweinefleisch umfassten im Jänner 2018 rund 325.700 t (Karkassengewicht), das bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 5,4%, teilt die EU-Kommission heute mit. Der Rückgang ist vor allem auf die geringeren Lieferungen nach China zurückzuführen, sie sanken um 22% auf 122.400 t. Die Volksrepublik blieb aber trotz dieses starken Rückgangs der mit Abstand bedeutendste Abnehmer von Schweinefleisch aus der EU.
 

Die verringerten Schweinefleisch-Ausfuhren nach China konnten durch erhöhte EU-Lieferungen in andere Drittländer zum Großteil kompensiert werden. So wurden die Exporte nach Japan um 17% auf rund 36.000 t und jene nach Südkorea sogar um 29% auf 31.700 t gesteigert. Die Philippinen nahmen im Jänner 2018 mit etwa 20.300 t um 17% mehr Ware ab als im Vorjahr. Bei den Exporten in die USA konnte mit 14.500 t sogar eine Verdopplung der Ausfuhren erreicht werden. Demgegenüber wurde bei den Exporten nach Hongkong eine Verringerung um 29% auf 20.400 t verzeichnet.
 

Der größte Produzent von EU-Schweinefleisch war im Jahr 2017 Deutschland, das zur Gesamtproduktion in der Höhe von rund 23,3 Mio. t einen Anteil von 23% beisteuerte. An zweiter Stelle lag Spanien mit 18%. Frankreich und Polen wiesen jeweils Anteile von 9% auf, gefolgt von Dänemark mit 7%, sowie Italien und den Niederlanden mit je 6%.