EU-Schweinemarkt: Deutsche Hauspreise destabilisieren das Preisgefüge

Notierung sinkt in Österreich und der BRD um 4 Cent.

Wien, 16. März 2018 (aiz.info). - Als Gegenreaktion auf die starken Preisanstiege am Schweinemarkt im Februar zeigen jetzt die deutschen Großabnehmer - letzte Woche Vion, diese Woche Tönnies und Westfleisch - ihre Muskeln und unterfahren den Basispreis der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) um einige Cent. In der Konsequenz musste die VEZG neuerlich mit einer Preisrücknahme von 4 Cent reagieren. Die übrigen Mitgliedstaaten zeigen stabilere Notierungen, allerdings auf einem niedrigeren Niveau, da der Anstieg im Februar außerhalb von Deutschland und Österreich moderater ausfiel. Am Fleischmarkt laufen die Geschäfte bei Schinkenteilen wegen des Osterfestes zufriedenstellend. Das übrige Sortiment bewegt sich eher impulslos, unter anderem auch deshalb, weil der Drittlandexport nach Asien, auch wegen des Euro/Dollar-Wechselkurses, als schleppend beschrieben wird.
 

In Österreich hat sich das Angebot an schlachtreifen Schweinen auf einem durchschnittlichen Niveau eingependelt. Die Verunsicherungswelle aus Deutschland hat auch hierzulande die Kaufbereitschaft der Abnehmer beeinflusst, berichtetet Johann Schlederer von der Schweinebörse. Infolgedessen mussten vereinzelt Partien den einen oder anderen Tag länger als geplant im Stall verharren, wodurch auch das Schlachtgewicht mit 97,8 kg stabil auf hohem Niveau liegt. Vertreter aus dem Fleischgroßhandel beklagen, dass das Ostergeschäft bereits gelaufen sei und es für den Start in die Grillsaison noch zu kalt beziehungsweise zu früh sei. Vor diesem Hintergrund wurde auch an der heimischen Schweinebörse die Mastschweine-Notierung um 4 Cent auf 1,45 Euro je kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,35 Euro) zurückgenommen.