EU-Schweinemarkt: Frühlingshaftes Wetter stabilisiert das Preisgefüge

Österreich: Mastschweine-Notierung auf Vorwochenniveau.

Wien, 6. April 2018 (aiz.info). - Die erste Woche nach Ostern ist am Schweinemarkt üblicherweise von Schwierigkeiten beim Fleischabsatz gekennzeichnet. Reste vom Feiertagsschinken und noch zu verbrauchende Ostereier sorgen meist für herabgesetztes Einkaufsverhalten der Verbraucher. Heuer sieht die Faktenlage jedoch etwas anders aus. Das Angebot ist nicht drückend. Trotz fehlendem Schlachttag kam es kaum zu Überhängen. Außerdem liegt das Preisniveau für diese Jahreszeit deutlich unter den Werten der letzten Jahre, wodurch das Interesse, noch freie Kapazitäten in den Kühlhäusern aufzufüllen, durchaus besteht. Und nicht zuletzt werden aufgrund der steigenden Temperaturen bereits die ersten Griller angeheizt. Vor diesem Hintergrund verstummten Hauspreisgerüchte in Deutschland, wodurch die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) eine unveränderte Notierung bekannt geben konnte.
 

In Österreich konnte trotz verkürzter Schlachtwoche der Markt bis auf vereinzelte Partien gänzlich geräumt werden. Auch hierzulande setzt der Fleischhandel, bedingt durch das freundliche Wetter, zum Frühlingsbeginn auf Impulse insbesondere beim Grillsortiment, berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse. Angebotsseitig ist in nächster Zeit mit überschaubaren Mengen zu rechnen, da der Gradmesser für diesen Bereich, das Schlachtgewicht, in den letzten Wochen permanent rückläufig war und mit 97,3 kg den bislang tiefsten Wert des Jahres erreicht hat. In der Konsequenz war man sich auch in der heimischen Börse einig, die Mastschweine-Notierung auf dem Vorwochenniveau von 1,45 Euro je kg Schlachtgewicht (Berechnungsbasis: 1,35 Euro) zu fixieren.