EU-Schweinemarkt: Preisstabilisierung auf tiefem Niveau

Notierung bleibt in Österreich unverändert.

Wien, 26. Jänner 2018 (aiz.info). - Der von wochenlang vorliegenden Überhängen ausgelöste Preisdruck am europäischen Schweinemarkt scheint sich nun aufzulösen. Das frische Angebot tendiert leicht rückläufig und durch die vollen Arbeitswochen konnte der Rückstau aufgearbeitet werden. Am Fleischmarkt fehlen nach wie vor Impulse, aber das nunmehr erreichte Preistief motiviert die Branche zum Einlagern. Vor diesem Hintergrund bleiben die namhaften Notierungen am Binnenmarkt unverändert. Dies trifft ebenso auf Deutschland zu, wo die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis auf dem Vorwochenniveau belassen hat.

Auch in Österreich normalisiert sich die Marktlage, teilt Johann Schlederer von der Schweinebörse mit. Reste von Überhängen in Niederösterreich halten sich mit aktiver Nachfrage in der Steiermark die Waage. Schlachtreife Schweine gelangen also wieder zeitnah an die Schlachtbänder, das durchschnittliche Schlachtgewicht liegt wieder unter 99 kg. Am Fleischmarkt werden Dumpingangebote aus Deutschland kritisiert, lediglich Bäuche erzielen zufriedenstellende Preise. Aufgrund der allgemeinen Einschätzung, dass die Talsohle des Jännerlochs erreicht ist, notierte die heimische Börse auf Vorwochenniveau, die Mastschweine-Notierung liegt also weiterhin bei 1,30 Euro (Berechnungsbasis: 1,20 Euro) je kg Schlachtgewicht.