Freilandhaltung von Schweinen – was ist zu beachten?

Eine artgerechte Haltung von Schweinen auf Freilandflächen ist Voraussetzung für gesunde Tiere.

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© Agrarfoto
Folgende Punkte sind bei der Haltung von Schweinen im Freiland zu beachten:
  • Die Freilandfläche soll eine entsprechende Größe aufweisen und doppelt umzäunt werden.
  • Die Böden können leicht bis mittelschwer sein und sollen möglichst flach sein.
  • Arrondierte, gut befahrbare bzw. begehbare Flächen eignen sich am besten.
  • Maximal können 6 Schweine pro Hektar für ein halbes Jahr auf demselben Fleck gehalten werden. 
  • Kein Zugang zu offenen Wasserquellen.
  • Den Schweinen sollen Rückzugsmöglichkeiten geboten werden.
  • Den Kontakt zu anderen Tieren vermeiden.
  • Die Futterstellen sollen klar abgegrenzt werden.

Fütterungsstationen und Tränken

Gefüttert werden die Schweine mittels mobiler Fütterungsstationen, die möglichst nahe am Rand des Geheges stehen. Wer die einfache Variante bevorzugt, greift auf selbstgebaute Futterstellen zurück. Wichtig ist, dass die Plätze überdacht sind, um das Futter vor dem Verderben zu schützen. Tränken sind ebenfalls mobil. Sie bestehen aus Kunststoff oder aus Metall und sind leicht zu reinigen. Werden die Schweine im Winter draußen gehalten, gibt es auch die Möglichkeit frostsicherer Tränken mit Stromanschluss. Der Wasserbedarf für Mastschweine liegt bei 3-10 l am Tag. Das Wasser muss frisch und frei zugänglich sein.

Schutz vor Hitze und Kälte

  • Auf keinen Fall dürfen Rückzugsmöglichkeiten fehlen. Am besten eignen sich Hütten aus verschiedenen Materialien dafür.
  • Bei Holzhütten sollte darauf geachtet werden, die Kanten mit Metall zu versehen, damit die Schweine das Holz nicht annagen können.
  • Isolierte Hütten eignen sich für den Sommer und den Winter.
  • Zusätzlich sollte ein Fenster eingebaut werden, damit im Sommer eine optimale Luftzirkulation stattfinden kann.
  • Wer möchte, kann im Winter am Eingang des Unterschlupfes sogenannte „Curtains“ anbringen, um den Wärmeverlust zu senken.
  • Als Einstreu wird Stroh verwendet, da es leicht verrottet und beim Versetzen der Hütten liegen gelassen werden kann. Im Sommer wird auf Einstreu verzichtet.

Schweine fühlen sich „sauwohl“

Alle bereits erwähnten Merkmale sind wichtig, um den Schweinen ein artgerechtes Verhalten zu ermöglichen. Was aber natürlich nicht fehlen darf, sind geeignete Suhlstellen. Zusätzlich können Kratzbürsten angebracht werden.

Achtung vor Parasiten in der Schweinehaltung!

Würmer zählen sowohl in der Freiland- als auch in der Stallhaltung zu jenen Krankheitserregern beim Schwein, die die meisten Probleme auslösen. Sie verursachen meist klinische Krankheiten, die oft nicht bemerkt werden. Um Parasiten entgegen zu wirken, darf natürlich ein Weidemanagement nicht außer Acht gelassen werden. Durch regelmäßige Kontrollen (z.B. Kotproben) können rasch Gegenmaßnahmen ergriffen und so ein Wurmbefall relativ gut vermieden werden.

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