Heimische Imker erwarten auch heuer wieder unterdurchschnittliche Honigernte

Biene Österreich geht von höheren Preisen für Honig aus.

Wien, 2. Juli 2018 (aiz.info). - Heimische Imker erwarten heuer eine kleine Honigernte. Die außergewöhnliche Witterung im Frühjahr mit einem kalten März und darauffolgenden überdurchschnittlich warmen Monaten wirkte sich auch auf die Nektarproduktion aus. So blühte durch die im April trockene und warme Witterung im Norden und Osten Österreichs der Raps rasch ab und gab wenig Nektar. Daher konnte in weiten Gebieten kaum Rapshonig geerntet werden, berichtet Biene Österreich. Dagegen fiel die Robinienernte meist zufriedenstellend aus, weil es heuer keine Spätfröste gab. Allerdings ist es heuer schwer, reine Sortenhonige zu ernten, da sich aufgrund der Witterung die Blühfolge der Kulturen oft überschnitten hat, so Biene Österreich.
 

Bemerkenswert ist auch der zeitige Blühbeginn der Sonnenblume, die in vielen Gebieten schon seit dem 20. Juni in Vollblüte steht. Sorten- und standortbedingt kann aber nicht überall von Sonnenblumen Honig gewonnen werden. "2018 wird daher ein kurzes Honigjahr sein. Der Vorteil ist, dass die notwendige Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe termingerecht durchgeführt werden kann", weiß Christian Boigenzahn, Geschäftsführer von Biene Österreich.
 

Kaum Waldhonig im ganzen Bundesgebiet
 

Außergewöhnlich ist, dass in ganz Österreich keine nennenswerte Waldhonigernte verzeichnet werden kann. "Damit fehlt etwa die Hälfte der gesamten Honigernte in Österreich, da Waldhonig etwa 50% der Gesamternte ausmacht. Weil auch die letzten Jahre, mit Ausnahme des vorigen Jahres, in Summe unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager weitgehend geleert. Die Konsumenten müssen sich daher auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen", kündigte Boigenzahn an.