Heimischer Kartoffelmarkt weiterhin gut mit Ware versorgt

Exporte bleiben schwierig - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 6. März 2018 (aiz.info). - Der österreichische Erdäpfelmarkt startet unspektakulär in den März. Die Anlieferungen vonseiten der Landwirte waren in der letzten Woche zwar witterungsbedingt stark beeinträchtigt. Die Händler waren aber mit Ware gut eingedeckt und der Markt konnte entsprechend gut versorgt werden. Vermarktungsdruck ist weiterhin kein Thema. Im Gegenteil: Bei den vorwiegend festkochenden Sorten sind die verfügbaren Vorräte schon überschaubar, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.
 

Die Vermarktung im heimischen Lebensmitteleinzelhandel läuft stetig auf zufriedenstellendem Niveau, Exporte bleiben dagegen schwierig. Keine Bewegung gibt es bei den Erzeugerpreisen. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro zu erzielen. Für exportbestimmte Ware ohne AMA-Gütesiegel liegen die Erzeugerpreise regional auch deutlich tiefer.
 

Auch der deutsche Speisekartoffelmarkt war letzte Woche vom Wintereinbruch beeinträchtigt. Auslagerungs- und Verlademöglichkeiten waren frostbedingt teilweise stark eingeschränkt. Der Angebotsdruck in den Überschussgebieten ist entsprechend zurückgegangen. An der allgemeinen Marktlage hat sich dadurch aber so gut wie nichts geändert. Der Handel ist weiterhin gut mit Ware eingedeckt und mit dem erwarteten Ende der Frostperiode steht wieder ausreichend Nachschub zur Verfügung. Nach wie vor lassen sich keine Preisaufschläge durchsetzen. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 10,70 bis 11,40 Euro/100 kg ausgewiesen.