Hoher Schnittholzbedarf im Inland

Preise für das Leitsortiment Fichte sind stabil.

Wien, 19. März 2018 (aiz.info). - Die Konjunktur in Österreich und Europa läuft und wird für die nächsten Monate als anhaltend robust eingeschätzt. Die österreichische Sägeindustrie profitiert von der sehr guten Konjunktur. Der Schnittholzbedarf für den Holzhausbau bis hin zur Verpackungsware liegt auf höchstem Niveau. In den Käfergebieten des Wald- und Mühlviertels, aber auch in Niederbayern, wird intensiv Holz genutzt, die Sägewerke in diesem Einzugsbereich sind ausgesprochen gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Darüber hinaus ist die Versorgung in Abhängigkeit von den witterungsbedingten Holzernte- und Abfrachtungsmöglichkeiten differenziert zu betrachten. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b sind stabil und liegen zwischen 86 und 95 Euro je Festmeter (FMO). Die Lärche wird bei attraktiven Preisen weiterhin rege nachgefragt. Dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.
 

Am Laubsägerundholzmarkt ist die Nachfrage nach Eiche bei allen Sortimenten ungebrochen hoch. Aber auch gute Qualitäten anderer Holzarten können problemlos vermarktet werden. Durchschnittliche Ware bleibt hingegen deutlich hinter den Erwartungen zurück.
 

Nadelindustrierundholz anhaltend gefragt
 

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist unterschiedlich gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Grundsätzlich ist ein anhaltend hoher Bedarf gegeben. Zusätzlich angebotene Mengen werden abgenommen und laufend abgefrachtet. Die Preise sind stabil. Aufgrund der notwendigen phytosanitären Schlägerungen bei der Esche wurde im Verhältnis wenig Rotbuchenfaserholz erzeugt. Daher hat auch regional die Nachfrage bei gleichbleibenden Preisen zugenommen. Bei Eschenfaserholz entspannt sich die Situation zunehmend.
 

Der Energieholzmarkt ist zweigeteilt. Im Norden des Landes ist vor allem in den Schadholzgebieten die Nachfrage verhalten und zusätzlich angebotene Mengen sind schwierig zu vermarkten. Im Süden hält die Nachfrage hingegen weiterhin an und es bestehen gute Absatzmöglichkeiten.
 

Die Forstexperten empfehlen den Waldbesitzern, bereits in den kommenden Wochen verstärktes Augenmerk auf die Entwicklung des Borkenkäfers zu legen. Bruttaugliches Material sollte rechtzeitig aus dem Wald entfernt werden.