Inflation sinkt im Oktober 2017 auf 2,2%

Wohnung, Wasser und Energie waren bedeutendste Preistreiber.

Wien, 16. November 2017 (aiz.info). - Die heimische Inflationsrate ist im Oktober 2017 nach Berechnungen der Statistik Austria auf 2,2% gesunken (September +2,4%). Ausschlaggebend für diesen Rückgang war vor allem ein schwächerer Preisauftrieb bei Treibstoffen sowie bei Flugtickets ins Ausland. Die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie erwiesen sich als bedeutendster Preistreiber, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten im Schnitt um 3,2% mehr als vor einem Jahr.

Die Preise für die Kategorie "Wohnung, Wasser, Energie" stiegen im Jahresabstand um durchschnittlich 1,9%. Dazu trugen vor allem Wohnungsmieten bei, die um 4,5% über Vorjahresniveau lagen. Die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich im Mittel um 2,0%. Haushaltsenergie verbilligte sich hingegen insgesamt um 0,9%. Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren die um 5,2% niedrigeren Strompreise. Die Ausgaben für Gas stiegen um 0,6%, für Fernwärme um 1,5%, für feste Brennstoffe um 4,5% und für Heizöl um 5,1%.

Unterschiedliche Entwicklung bei Nahrungsmitteln

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten um durchschnittlich 3,2% mehr (Milch, Käse und Eier insgesamt +6,1%, Öle und Fette +19,7%, Butter +42,5%, Fleisch +2,1%, Brot und Getreideerzeugnisse +1,6%, Fisch +8,9%, Gemüse +3,1%, Obst 0,0%). Alkoholfreie Getränke waren um 2,0% teurer.

Die Ausgaben für den Bereich Freizeit und Kultur erhöhten sich im Mittel um 3,3%. Hauptverantwortlich dafür waren Freizeit- und Kulturdienstleistungen (+2,4%) sowie Geräte für Audiovision, Fotografie und EDV (insgesamt +6,9%). Pauschalreisen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um durchschnittlich 3,5%, Zeitungen und Zeitschriften um 9,6% sowie Pflanzen um 7,3%.

Die Preise in Restaurants und Hotels erhöhten sich um durchschnittlich 2,9%. Dazu trugen fast ausschließlich teurere Bewirtungsdienstleistungen bei (insgesamt +3,1%), während Beherbergungen um 0,6% mehr kosteten.

Die Preise in der Kategorie Verkehr nahmen um durchschnittlich 1,7% zu. Treibstoffe verteuerten sich insgesamt um 3,3% und damit weniger als noch im September mit +5,1%. Flugtickets ins Ausland kosteten im Oktober um 9,4% mehr, im September hatten sie noch um 16,9% zugelegt. Die Kosten für die Reparaturen privater Verkehrsmittel legten um 2,1% zu. Die Ausgaben für Nachrichtenübermittlung gingen um durchschnittlich 3,1% zurück, was vor allem auf billigere Telefon- und Telefaxdienste (-3,2%) zurückzuführen ist.

Wöchentlicher Einkauf um 3,4% teurer

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen sowie den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, erhöhte sich im Jahresabstand um 5,7%. Für den sogenannten Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Lebensmitteln sowie Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, musste im Jahresabstand um 3,4% mehr gezahlt werden.

Die harmonisierte, auf europäischer Ebene vergleichbare Inflationsrate betrug im Oktober in Österreich +2,3% (September +2,5%). Zum Vergleich: Im Euroraum sank dieser Wert im Mittel auf 1,4% und in der gesamten EU auf durchschnittlich 1,7%.