Erhaltungskalkung mit Güllekalk

Güllekalk ist eine günstige Möglichkeit für die Erhaltungskalkung, da die erforderliche Ausbringungstechnik in der Regel am Betrieb vorhanden ist.

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© Agrarfoto

Checkliste Erhaltungskalkung:

  • Kalk gleicht die hohen Kaligehalte der Gülle aus
  • Güllekalk versursacht keine kalkbedingten Stickstoffverluste
  • Die notwendige Ausbringtechnik ist in vielen Betrieben vorhanden
  • Güllekalk von Bodenkalk ist bio- und ÖPUL-tauglich

Was ist Güllekalk?

Güllekalk ist mikrofeines Kalkmehl mit einem Schwefelanteil von rund 3 %, das im Kalkwerk gemischt und im Silotank-Lkw direkt zum Landwirt gefahren wird. Dort wird der Güllekalk bei laufendem Mixer über einen Schlauch und ein Rohr in die vorgemixte Gülle geblasen. Der Güllekalkanteil sollte 5 % (das sind 50 kg/m³ Gülle) nicht übersteigen. Diese Güllekalk-Menge entspricht bei einer Güllemenge von 20 m³ pro Hektar und Jahr etwa 900 kg kohlensaurem Kalk oder ca. 450 kg CaO (Reinkalk) und reicht für eine Erhaltungskalkung (Ausgleich der jährlichen Kalkverluste) aus.

Güllekalk eignet sich bestens für Gülle mit Strukturmaterial (mehr als 5 % Trockensubstanz) wie Rinder-, Schweine- und Biogasgülle. Dünnflüssige Gülle und Jauche sind nicht geeignet. Die Güllekalkanwendung ist während der gesamten Saison möglich. Der optimale Zeitpunkt liegt im Frühjahr, wenn die Güllegrube fast voll ist.
 

Vorteile der Kalkung über die Gülle

  • Die Kalkung über die Gülle (und somit zugleich mit dem Schwefel) führt zu einer besseren Stickstoffverwertung aus Gülle und Boden und gleicht die in der Regel hohen Kaligehalte der Gülle aus.
  • Vor allem Biogas-Gülle mit ihren oft hohen Ammoniumstickstoff-Gehalten, wirkt sich negativ auf die Bodenkrume aus: Die Krümelaggregate lösen sich durch das dispergierend wirkende Kali und Ammonium auf und verschlämmen so nicht nur Ackerböden, sondern belasten auch Grünlandböden durch Verdichtung des Mineralbodenanteils und einer Entkoppelung des Wurzelfilzes vom Unterboden.
  • Die mit Güllekalk versetzte Gülle ist homogener und läuft besser von den Pflanzen ab.
  • Güllekalk verursacht keine kalkbedingten Stickstoffverluste, da es sich um ungebrannten Kalk (Kalksteinmehl) mit einem ähnlichen pH-Wert wie dem der Gülle handelt.

Ausbringtechnik ist häufig vorhanden

Die Gülle-Ausbringtechnik ist in den meisten viehhaltenden und Biogas erzeugenden Betrieben vorhanden. Die Kalkausbringung über Gülle verursacht daher keine zusätzlichen Ausbringkosten. Speziell in Bergbetrieben ist der Güllekalk oft die einzige Möglichkeit, schlecht befahrbares Gelände mit Kalk zu versorgen. Güllekalk von Bodenkalk ist bio- und ÖPUL-tauglich (Info unter: www.bodenkalk.at/güllekalk).

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