Kartoffelmarkt: Absatzimpulse durch Weihnachtsgeschäft erwartet

Erzeugerpreise im Inland stabil auf Vorwochenniveau.

Wien, 5. Dezember 2017 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt steckt mitten in den Vorbereitungen auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Am überwiegend ruhigen Geschäftsverlauf hat sich bislang noch nichts geändert. Das feiertagsbedingt verlängerte Wochenende und die beginnenden Aktionsverkäufe sollten sich aber erstmals positiv auf die Absatzzahlen im Handel niederschlagen. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen dürfte der Verkauf seinen Höhenpunkt erreichen, bevor es zwischen den Feiertagen traditionell wieder etwas abflaut. Am Exportmarkt gibt es dagegen kaum Hoffnung auf Besserung. Das Interesse von potenziellen Importländern ist weiter überschaubar. Zudem ist die Preiskonkurrenz aus Westeuropa stark, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg gezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro/100 kg zu erzielen. Aus Oberösterreich werden stabile Preise von 25 Euro/100 kg genannt.

Auch am deutschen Speisekartoffelmarkt sind die Veränderungen gegenüber der Vorwoche gering. Die Inlandsnachfrage zeigt sich stetig und kann auf ein gut ausreichendes Angebot zurückgreifen. Auch im Export Richtung Osten und Südosten können umfangreiche Lieferungen getätigt werden. An der guten Versorgungssituation wird sich kurz- bis mittelfristig auch nichts ändern, zumal immer noch Provisorien zu räumen sind. Auch aus der Pflanzgutzubereitung kommen zusätzlich noch Übergrößen auf den Markt. Bei den Preisen gibt es mit der Ausnahme des einen oder anderen Winterzuschlages kaum Bewegung. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 10,75 bis 11,75 Euro/100 kg bezahlt.