Kartoffelmarkt: Absatzlage im Inland saisontypisch ruhig

Exporte auf geringem Niveau - Erzeugerpreise unverändert.

Wien, 28. November 2017 (aiz.info). - Weiterhin novembertypisch ruhig zeigt sich die Lage am österreichischen Erdäpfelmarkt. Der Absatz im Inland hat sich gegenüber den Vorwochen kaum verbessert, dürfte aber durch anlaufende vorweihnachtliche Aktionen in den nächsten Wochen doch entsprechende Impulse erhalten, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Die Exportsituation bleibt ebenfalls unverändert zögerlich. Die Preise der westeuropäischen Mitbewerber liegen deutlich unter dem österreichischen Niveau. Ausfuhren können daher nur bei entsprechenden Preiszugeständnissen getätigt werden.

Die Erzeugerpreise werden auf dem Vorwochenniveau fortgeschrieben. Daran dürfte sich bis zum Jahresende auch kaum mehr etwas ändern. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro zu erzielen. Aus Oberösterreich werden stabile Erlöse von 25 Euro/100 kg genannt.

Die Situation am deutschen Speisekartoffelmarkt bleibt verfahren. Mittlerweile sind zwar die Erntearbeiten bundesweit abgeschlossen, der Angebotsdruck hält jedoch unvermindert an. Im Norden des Landes liegen noch viele Kartoffeln in Provisorien und Feldmieten. Diese müssen vor dem ersten Frost geräumt werden, sie drängen auf rasche Vermarktung und drücken entsprechend auf die Preise. Der Inlandsabsatz läuft auf saisonüblich ruhigem Niveau. Das Exportgeschäft hat sich zuletzt etwas belebt. Bei den Preisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 10,50 bis 11,20 Euro/100 kg bezahlt.