Kartoffelmarkt: Anlieferungen der Landwirte wurden witterungsbedingt eingestellt

Händler mit Ware noch gut eingedeckt - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 27. Februar 2018 (aiz.info). - Der österreichische Erdäpfelmarkt zeigt sich vom späten Wintereinbruch mit zweistelligen Minustemperaturen relativ unbeeindruckt. Die Anlieferungen von Seiten der Landwirte wurden witterungsbedingt zwar diese Woche gänzlich eingestellt, die Händler sind aber mit Ware noch gut eingedeckt, sodass Lieferengpässe kein Thema sind. Qualitativ zeigt sich die Lagerware durchaus in Ordnung, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Wachsende Probleme gibt es jahreszeittypisch mit Lagerdruckstellen und dem physiologischen Alterung der Knollen.
 

Absatzseitig gibt es im Inland keine neuen Impulse. Die Vermarktung im heimischen Lebensmitteleinzelhandel läuft stetig auf zufriedenstellendem Niveau. Der Exportmarkt bleibt unverändert schwierig. Keine Bewegung gibt es bei den Preisen. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro/100 kg zu erzielen. Für exportbestimmte Ware ohne AMA-Gütesiegel liegen die Erzeugerpreise regional auch deutlich tiefer.
 

Am deutschen Speisekartoffelmarkt bleibt es bei den bisherigen Gegensätzen. Im Süden und Westen des Landes läuft die Lagerräumung nach Plan und die Vorräte lassen sich gut aufteilen. Deshalb werden hier Forderungen für Lagerzuschläge immer lauter und für Kühlhausware konnten sie vereinzelt schon durchgesetzt werden. Im Norden Deutschlands bleibt der Markt dagegen überversorgt. Es gibt keinen Spielraum für höhere Preise, zumal steigende Qualitätsprobleme zusätzlichen Druck erzeugen. Auch die Exporte nach Osteuropa haben zuletzt nachgelassen.