Kartoffelmarkt: Bauernlager dürften bis Monatsende geräumt sein

Inlandsabsatz zufriedenstellend - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 10. April 2018 (aiz.info). - Die österreichische Speisekartoffelsaison 2017/18 läuft weiter in ruhigen und unspektakulären Bahnen. Viele Landwirte haben ihre Vermarktung bereits abgeschlossen. Bis Monatsende dürften wohl die restlichen Bauernlager geräumt werden beziehungsweise sind diese fix reserviert, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Der Lebensmitteleinzelhandel wird bis Saisonende vorrangig durch die angelegten Läger bei den Händlern versorgt. Die Vorräte sollten aus heutiger Sicht ausreichend sein, um einen nahtlosen Übergang zur neuen Ernte zu gewährleisten.
 

Der Inlandsabsatz läuft weiterhin auf zufriedenstellendem Niveau. Importierte Frühkartoffeln bleiben dabei mengenmäßig überschaubar. Der Exportmarkt gestaltet sich dagegen schwierig. Ausfuhren haben angesichts der knappen Vorräte aber auch keine Priorität. Preislich gibt es keine Änderung zur Vorwoche: In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg und für Übergrößen meist 20 Euro/100 kg bezahlt. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro zu erzielen. Für exportbestimmte Ware ohne Gütesiegel liegen die Erzeugerpreise regional auch deutlich tiefer.
 

Der deutsche Speisekartoffelmarkt präsentiert sich nach den Osterfeierlichkeiten im Wesentlichen unverändert. Mit dem Absatz vor dem Osterfest waren die Vermarkter überaus zufrieden. Dies spiegelte sich auch in einem belebten übergebietlichen Versand aus Norddeutschland wider. An der prinzipiell guten Versorgungslage mit Speiseware änderte dies aber wenig. Preiszuschläge für Kühlhausware sind daher eher die Ausnahme als die Regel. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 11,10 bis 11,80 Euro/100 kg genannt.