Kartoffelmarkt: Hohe Absortierungen tragen zum Abbau der Lager bei

Absatz im Handel auf ruhigem Niveau - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 12. Februar 2018 (aiz.info). - Am österreichischen Erdäpfelmarkt laufen die Anlieferungen von Seiten der Landwirte stetig und unspektakulär. Abgabedruck kommt bislang nicht auf. Da heuer einerseits eine kleinere Ernte zu vermarkten ist und andererseits keine Ware spekulativ zurückgehalten wurde, liegt man mit der Vermarktung gut im Plan. Auch die anhaltend hohen Absortierungen tragen zu einem entsprechenden Lagerabbau bei, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit.
 

Die Absatzseite zeigt sich ebenfalls kaum verändert zu den Vorwochen. Die Vermarktung im heimischen Lebensmitteleinzelhandel läuft stetig auf saisontypisch ruhigem Niveau. Exporte sind weiterhin nur zu relativ niedrigen Preisen und in überschaubaren Mengen möglich. Daran dürfte sich mittelfristig auch nichts ändern. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro/100 kg zu erzielen. Für exportbestimmte Ware ohne AMA-Gütesiegel liegen die Erzeugerpreise regional auch deutlich tiefer.
 

Der deutsche Speisekartoffelmarkt wird weiterhin von einem großen Angebot geprägt. Die kühle Witterung kommt den auf Lager liegenden Partien zwar zugute und verlangsamt den physiologischen Alterungsprozess. Dennoch sind die Absortierungen mittlerweile hoch. Das senkt zwar etwas den Angebotsdruck, die verfügbaren Mengen sind aber angesichts der schwächelnden Exporte mehr als gut ausreichend. Dem entsprechend ist die Realisierung steigender Preise kaum möglich, sie bleiben fast auf dem bisherigen Niveau. Nur Premiumware kann vereinzelt Preisaufschläge erzielen. Im Bundesdurchschnitt lagen die Erlöse zuletzt bei 10,70 bis 11,30 Euro/100 kg.