Lagerhaus-Umfrage: Digitalisierung ist in der Landwirtschaft am Vormarsch

Eine großangelegte Umfrage der Lagerhäuser hat erhoben, wie die Landwirtschaft zu wichtigen Zukunftsthemen steht.

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Unter allen Teilnehmern der Umfrage wurden Preise verlost. Zu den Gewinnern zählen unter anderem die Landwirte Johann Payerl und Martin Kasper, denen ein Gutschein für eine Bodenprobenziehung bzw. eine Trichogramma-Ausbringung überreicht wurde. (v.l.n.r.: Geschäftsführer Lagerhaus Thermenland Dir. Andreas Kröll, Preisträger für Bodenprobenziehung Johann Payerl, Agrarspartenleiter Thomas Wagner) © RLH Thermenland
Mehr als die Hälfte der Landwirte sieht die Digitalisierung als Chance für eine Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft – das Thema ist also im bäuerlichen Bereich angekommen. Gleichzeitig ist aber auch noch einiges an Steigerungspotential vorhanden. Das ist das Ergebnis einer großangelegten Umfrage der Lagerhäuser. Dabei wurden mehr als 3.000 österreichische Landwirte zu Themen wie der Zukunft der Landwirtschaft befragt.

Im Rahmen der Studie im Auftrag der Lagerhäuser, die für österreichische Landwirte im Voll- und Nebenerwerb sowie hinsichtlich des Anteils an Bio-Landwirten repräsentativ ist, wurden mehr als 3.000 österreichische Bauern befragt. Diese wurden zu einer Vielzahl an agrarischen Fachthemen, wie beispielsweise zum Einsatz und zur Zufriedenheit hinsichtlich Mischdünger, aber auch zu Zukunftsthemen wie Investitionsplänen oder zur Digitalisierung befragt.

Das Ziel der Studie war, vor dem Hintergrund des Strukturwandels und des aktuellen Umbruchs in der österreichischen Landwirtschaft zu ermitteln, wo sich die Landwirtschaft in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten hinbewegt. Denn eine Umfrage der Lagerhäuser unter österreichischen Landwirten zeigt, dass lediglich 54 Prozent der befragten Landwirte angeben, dass die Hofnachfolge auf ihrem Betrieb gesichert ist. Bei den restlichen 46 Prozent ist die Zukunft noch offen.

Verhaltener Mut bei Zukunftsthemen

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Preisträger für Trichogramma-Ausbringung Martin Kasper, Agrarspartenleiter Helmut Stranzl, Josef Kasper, Geschäftsführer Lagerhaus Süd-Burgenland Dir. Kom.Rat Johann Bugnits © RLH Südburgenland
Die nicht geregelten Hofnachfolgen sowie weitere unsichere Faktoren prägen das Arbeiten in der Landwirtschaft, weshalb viele Landwirte Zukunftsthemen derzeit noch verhalten gegenüber stehen. Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 58 Prozent, gaben an, ihren Betrieb wie gewohnt weiterführen zu wollen. Ein Viertel der Landwirte und dabei vor allem auch jene Betriebe, bei denen die Hofnachfolge gesichert ist, planen den Betrieb zu vergrößern und zu investieren. Dies trifft vor allem auf große Vollerwerbs- und Bio-Betriebe zu. Ausbaupläne haben vor allem auch Betriebe, die im Gemüse- und Weinbau angesiedelt sind bzw. junge, besser ausgebildete Landwirte.

Die Digitalisierung, die derzeit starken Einzug in alle gesellschaftlichen Lebensbereiche hält, wird von 52 Prozent der Befragten als Chance für mehr Effizienz in der Landwirtschaft gesehen. Diese Meinung vertreten vor allem große Betriebe mit mehr als 50 ha und junge Landwirte mit akademischer Ausbildung. Insbesondere Betriebe aus dem Gemüse- und Obstbau sehen hier neue Möglichkeiten. 39 Prozent der Befragten maßen der Digitalisierung hingegen weniger bzw. kein Potential bei.

Mutig in die Zukunft gehen

„Die Lagerhäuser beschäftigen sich seit geraumer Zeit sehr intensiv mit verschiedenen Zukunftsthemen und haben den Anspruch, in der heimischen Landwirtschaft Innovationsführer zu sein. Aus diesem Grund war es im Rahmen der vorliegenden Befragung besonders interessant, zu sehen, welche Meinung die Landwirte zu verschiedenen Zukunftsthemen haben. Die vorliegenden Daten geben uns Antrieb, den Landwirten noch mehr Mut zuzusprechen, Themen wie Zukunftsinvestitionen oder den Einsatz von Innovationen aktiv anzugehen. Gleichzeitig sehen wir uns in unserem Auftrag bestärkt, die Landwirte hier aktiv zu unterstützen. Mit dem richtigen Mut und zeitgemäßem Denken – davon bin ich überzeugt – können wir gemeinsam in der heimischen Landwirtschaft noch viel bewegen“, so Christoph Metzker, RWA-Bereichsleiter für Landwirtschaftliche Betriebsmittel und Farming Innovations.