Landwirtschaft

Impfmittel für erfolgreichen Soja-Anbau

wissenswertes

Mit der steigenden Bedeutung des Sojaanbaus entwickelt sich auch der Markt für neue Impfmittel weiter. Am Markt stehen Rhizobien-Präparate sowohl als flüssige Formulierungen als auch auf Torfbasis zur Verfügung.

Mehr Knöllchen bedeuten mehr Stickstoff für die Sojapflanze.

Mehr Knöllchen bedeuten mehr Stickstoff für die Sojapflanze.

Sojabohnen können sich in Symbiose mit Wurzelbakterien (Rhizobien) selbst aus der Luft mit Stickstoff versorgen. Der Bakterienstamm „Bradyrhizobium japonicum“ ist in den heimischen Böden aber noch nicht ausreichend verbreitet. Daher ist der Einsatz eines hochwertigen Impfmittels ein Schlüssel zum Anbauerfolg bei Sojabohnen.


DIE SAAT bietet mehrere sorgfältig geprüfte Varianten der bewährten Impfstoffe an. In letzter Zeit gab es immer wieder Weiterentwicklungen in der Produktqualität; auch diese Innovationen fließen in die Produktpalette ein.


Die Wahl des Impfmittels ist von großer Bedeutung, doch der beste Impfstoff nützt nichts, wenn Fehler bei der Anwendung gemacht werden. Grundlage für die biologische Stickstoff-Fixierung ist ein gesunder Boden mit einem pH-Wert von 5,5 – 7,8.

Die Lagerhäuser bieten Landwirten ein mobiles Service zur Bodenanalyse und Bodenprobe.

Saatfertige behandelte Sojabohne

In Österreich hat sich die Technologie zur Herstellung von „saatfertigem“ Sojabohnen-Saatgut durchgesetzt.

Die „Saatfertig“-Technologie von DIE SAAT bietet Weitreichende Vorteile:

  • Hochqualitativer Rhizobium-Stamm in flüssiger Form (bis zu 120 Tage nach der Behandlung wirksam).
  • Verbesserte Knöllchenbildung durch den zusätzlichen LCO-Promotor.
  • Kein zusätzlicher Arbeitsvorgang vor der Aussaat notwendig (höhere Aussaat-Flexibilität).

Jahrelang galt Torf als der optimale Trägerstoff für Rhizobien. Impfmittel auf Torfbasis zeichneten sich durch eine gute Haltbarkeit und sichere Wirkung aus. Moderne Flüssigimpfmittel sind jedoch den älteren Torfprodukten oftmals überlegen und einfacher in der Anwendung.

Beide Varianten sollten jedoch maximal 24 Stunden vor der Aussaat zur Anwendung kommen. Bei Reihenaussaat mit einer Einzelkornsämaschine kann auch ein Rhizobien-Granulat mit einem Mikrogranulatstreuer in die Saatfurche mit ausgebracht werden.


Für die Selbstanwendung empfehlen die Experten von DIE SAAT folgende Impfmittel:

  • Die Saat Rhizobium flüssig, 80 ml – diese Menge reicht für 1 Einheit (150.000 Korn) Sojabohnensaatgut.
  • Die Saat Rhizobium flüssig, 3,1 l – diese Menge reicht für etwa 1.120 kg Saatgut. Ein günstiges hochqualitatives Produkt mit demselben Rhizobien-Stamm gibt es wie bei der saatfertigen Variante.
  • Die Saat Rhizobium auf Torfbasis 600 g – diese Menge reicht für etwa 136 kg Saatgut. Dieses Produkt hat sich über die Jahre bestens bewährt, langjährige Versuchs- und Praxisergebnisse bestätigen dies.
  • Die Saat Rhizobium Granulat Nitrogen Plus, 8 kg – dieses Produkt reicht für eine Aussaatfläche von 0,8 – 1,2 ha. Neben dem Rhizobien-Stamm verfügt dieses Produkt über einen Mykorriza-Anteil, dieser hilft den jungen Sojapflanzen besondere Stresssituationen besser zu meistern.

Saatgut vor Aussaat absichern

Verwenden Sie „saatfertig“ inokuliertes, zertifiziertes Saatgut und wenden Sie vor der Aussaat als zusätzliche Absicherung ein Torfprodukt oder ein flüssiges Impfmittel an. Alternativ steht auch die zusätzliche Verwendung eines Granulats zur Verfügung.

Autor: Johann Posch, RWA