Landwirtschaft

Problematik Kälberkrankheiten

wissenswertes

Das Auftreten von Kälberkrankheiten ist keine Seltenheit.

Besonders in den ersten Lebenswochen sind Kälber anfällig für Krankheiten.

Besonders in den ersten Lebenswochen sind Kälber anfällig für Krankheiten.

In vielen landwirtschaftlichen Betrieben treten, trotz optimaler Haltungsbedingungen und intensivem Management, verschiedene Arten von Kälberkrankheiten auf. Tierärztlicher Rat ist in den meisten Fällen erforderlich.

  • Für Kuh und Kalb sind Schwergeburten eine große gesundheitliche Belastung.
  • Das Kalb kommt ohne wirksames Immunsystem zur Welt.
  • Unhygienische Umweltverhältnisse können bereits in diesem frühen Stadion verantwortlich für den späteren Krankheitsverlauf des Tieres sein.

Nach der Geburt sollte das Kalb so rasch wie möglich mit Kolostrum (Biestmilch) versorgt werden, da die Gabe von Immunstoffen in den ersten vier Lebensstunden am wirkungsvollsten ist. In den ersten Tagen werden die Tiere noch mit Kolostrum gefüttert. Mengen von 1,5 bis 2 Liter bei 3-maliger Tränke sind empfehlenswert, um Durchfall vorzubeugen.

Die Mineral- und Vitaminversorgung bei hochträchtigen Kühen (z.B. mit KuhKorn Trockenstehzeit) verbessert die Qualität der Biestmilch. Ein hoher Gehalt an Spurenelementen, Vitaminen und Immunoglobulinen fördert die Immunität beim Kalb.

Unmittelbar nach der Biestmilch können die Milchaustauscher AlpMil Premium Plus oder AlpMil MMP Plus eingesetzt werden. Der Zusatz von Protection Plus fördert eine stabile Darmflora und hemmt Krankheitserreger im Darm.

Erste Hilfe bei Kälberdurchfall

Die häufigste Krankheit ist Kälberdurchfall (Kälberdiarrhoe). Er tritt in den ersten 3 Lebenswochen auf. Viren (z.B. Rota- oder Coronaviren), Bakterien (z.B. E. coli oder Clostridien), Parasiten, mangelnde Hygiene und Fehler beim Geburts- und Tränkemanagement können die Ursache sein.

Die größte Herausforderung dabei ist, den massiven Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. Wichtig in der Durchfallbehandlung ist, die Tränke nicht abzusetzen, um das Kalb weiterhin ausreichend mit Energie zu versorgen. Die Tränkemenge pro Mahlzeit sollte reduziert und gleichzeitig die Frequenz der Mahlzeiten erhöht werden. Zusätzlich zur Milch empfiehlt sich der Einsatz einer Elektrolytlösung (z.B. Unilyt), um der entstehenden Austrocknung und Blutübersäuerung entgegenzuwirken.

Erkrankte Kälber sollten am besten in Kälberkrankenboxen mit zusätzlicher Wärmequelle umgestallt werden, so können sie besser beobachtet werden.

Vorbeugende Maßnahmen, wie die möglichst frühe, ausreichende Kolostrumversorgung der neugeborenen Kälber, eine tiergerechte Aufstallung, die den Kälbern Licht, Luft und Bewegungsmöglichkeiten bietet, sowie eine optimale Fütterung in den ersten Lebenswochen und eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der sensiblen Bereiche im Stall (z.B. Iglus, Tränke, Eimer, Tränkeautomaten, Wasserleitungen) können die Krankheitserreger in Schach halten.

DiaProtect C bei Kälberdurchfall

DiaProtect C ist ein Diätfuttermittel für Kälber und eignet sich bei Infektionsdruck durch Durchfallerreger wie Kryptosporidien oder Kokzidien bzw. der Gefahr von Verdauungsstörungen. Milchsäurebakterien schützen die Darmschleimhat und fördern die natürliche Darmflora. Die Immunität der Kälber wird durch Beta-Carotin unterstützt.

Einsatz: Ab der 2. Mahlzeit während der ersten 14 Lebenstage einsetzen. 5 –10 g DiaProtect je Liter Milch einrühren, mind. 60 g pro Kalb und Tag.

Weitere Kälberkrankheiten im Überblick

Bei Lungenerkrankungen kommt es zu Entzündungen des Atemtraktes. Die gesundheitlichen Folgeschäden nach einer überstandenen Erkrankung sind erheblich. In solchen Fällen ist eine tierärztliche Betreuung unumgänglich. Die Krankheit kann mit mehr als 20 Virusarten in Verbindung gebracht werden. Haltungsbedingungen (z.B. Zugluft, große Temperaturschwankungen etc.) können zusätzlich als Auslöser der Lungenerkrankungen eine Rolle spielen.

Durch eine Unterversorgung mittels Mineralstoffen und Spurenelementen bzw. durch Vitaminmangel können verschiedene Mangelerkrankungen auftreten. Wichtig ist die Versorgung mit Vitmanie E und Selen., um saugstarke Kälber zu bekommen.

Kosten werden zum Problem

Wirtschaftliche Verluste für den Landwirt sind ein weiterer Faktor. Je häufiger und schwerer die Kälber krank sind, desto größer sind auch die Kosten für den Tierarzt und spätere wirtschaftliche Einbußen. Die Kosten für die Behandlung einer Krankheit und verminderte Leistung liegen zwischen 90 und 200 Euro. Um die Kosten in dieser Zeit so gering wie möglich zu halten, ist ein optimales Management das Um und Auf für einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Nützliche Produkte für Stall und Hof

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