Landwirtschaft

Tipps für den Edelbrand aus Marillen

wissenswertes

Möchten Sie einen guten Marillenschnaps herstellen? Kein Problem, wenn Sie ein paar Grundprinzipien bei der Maischebereitung beachten.

Auch bei der Schnapsproduktion gilt: Nehmen Sie nur Früchte, die Sie auch selbst noch essen würden.

Auch bei der Schnapsproduktion gilt: Nehmen Sie nur Früchte, die Sie auch selbst noch essen würden.

Die Obstqualität ist einer der wesentlichsten Faktoren für die Erzeugung hochwertiger Edelbrände, wie Marillenschnaps. Nur reifes, gesundes und sauberes Obst ist für die Edelbranderzeugung geeignet.

Das Obst gründlich waschen

Wie bei den meisten anderen Formen der Obstverarbeitung gilt: Was Sie selbst essen würden, können Sie auch für die Maischeerzeugung verwenden.

 

Auch wenn das Obst aus Ihrem eigenen Garten stammt und keinerlei Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden, sollten die Früchte gründlich mit Trinkwasser gereinigt werden. Auf der Schale haften unerwünschte Mikroorganismen, die zu Fehlgärungen führen können. Außerdem sollten weder Blätter und Stiele, noch Gras oder Erde in die Fruchtmaische gelangen.

Marillen entsteinen und einmaischen

Marillen für den Marillenschnaps sollten bereits vor dem Einmaischen entsteint werden. Durch den Einsatz einer Entstein-Passiermaschine kann die mühevolle Handarbeit stark reduziert werden. Die gewaschenen Früchte werden in den Zuführtrichter geleert. In der Trommel erfolgt durch schonenden Abrieb des Fruchtfleisches die Trennung des Obststeines. Das „passierte“ Fruchtfleisch wird in einem Behälter unterhalb der Passiermaschine gesammelt, während die intakten Steine am Ende der Siebtrommel ausgeworfen werden. Durch die Abtrennung der Steine kann es beim Destillat zu keinem unerwünschten Steinton mehr kommen.

Vergärung und Destillation erleichtern

Die gewonnene Maische sollte sofort weiterverarbeitet werden. Schon die Zugabe einer geringen Dosage von 10 ml/100 kg ab 15 ° C Preziso Enyzm Brennmaische kann helfen, die Maische zusätzlich zu verflüssigen. Durch die Verflüssigung der Maische können qualitätssteigernde, fruchteigene Inhaltsstoffe besser aufgeschlossen werden. Die Gärung verläuft ruhiger und gleichmäßiger. Die Zugabe des Enzyms erfolgt idealerweise während des Entsteinens.

 

Für eine gute Durchmischung ist eine Dosierung in Teilportionen beim Mahlen und Quetschen optimal. Nicht optimale Bedingungen, wie zu tiefe pH-Werte oder Temperaturen, können durch eine leichte Erhöhung der Enzymdosage kompensiert werden.

Das Ansäuern der Maische

Um unerwünschte Mikroorganismen zu unterdrücken, wird die Maische mittels spezieller Säuremischungen angesäuert. Dadurch wird der pH-Wert gesenkt und somit entsteht ein sehr unwirtliches Milieu für die meisten unerwünschten Mikroorganismen.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Für alle weiteren Fragen zur Edelbrand-Herstellung stehen Ihnen die geschulten Fachberater der Lagerhäuser gerne zur Verfügung.