Mais in der Schweinefütterung

Wie wichtig ist der Rohprotein- und Aminosäuregehalt im Mais für die Schweinefütterung? Und nach welchen Kriterien richtet sich die Auswahl der Sorte für die Schweinefütterung?

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© Die Saat
Mais ist die Hauptfutterkomponente in der Schweinefütterung. Vor allem in Schweinemastrationen wird oft bis zu 75 % Mais in Form von Trockenmais, Maiskornsilage (MKS) oder Ganzkornsilage (GKS) eingesetzt. Bei einer Futterkomponente, die einen so wesentlichen Anteil in der Ration einnimmt, ist es natürlich besonders wichtig, über die Inhaltsstoffe genau Bescheid zu wissen. Sonst kann es zu größeren Abweichungen von den Sollwerten der Ration kommen.
Wird der Mais für die betriebseigene Fütterung angebaut, dann muss zwischen ackerbaulichen Aspekten (wie Ertrag und Ertragssicherheit) und fütterungsrelevanten Aspekten (wie Gesundheit und Nährstoffgehalt) ein guter Kompromiss gefunden werden.

Eiweiß: Unterschiede zwischen Mais und Soja

In den vergangenen Jahren (Stand Jänner 2018) wurde bei Mais neben einem niedrigen Toxingehalt (DON, ZON) sowie dem Energie-, Trockenmasse- und Rohfasergehalt auch der Eiweiß- und Aminosäuregehalt verstärkt beachtet. Diskutiert wurde, ob sich durch einen höheren Eiweißgehalt im Mais ein Teil des Eiweißfutters – wie der in der Schweinefütterung sehr gängige Sojaschrot – einsparen lässt. Dabei wird oft das Eiweiß des Sojaschrotes 1:1 durch das Eiweiß des Maises ersetzt, was fachlich nicht korrekt ist. Sojaeiweiß und – etwas abgeschwächt – Rapseiweiß zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren aus. Auch die Verdaulichkeit der Aminosäuren ist hoch, besonders bei Sojaschrot. Mais hat dagegen ein wesentlich schlechteres Aminosäuremuster und eine mittlere Aminosäureverdaulichkeit.

Zusammenhang Protein- und Aminosäuregehalt

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Rohprotein in Prozent © Garant
Wie hängt der Gehalt an Protein und an essentiellen Aminosäuren bei Mais zusammen? Analysen zeigen, dass bei steigendem Rohproteingehalt der Inhalt an essentiellen Aminosäuren kaum steigt und überdies stark schwankt. Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Rohproteingehalt und Lysingehalt bei Maiskorn- und Ganzkornsilage (88 % TS).

Jährliche Schwankungen und Sorteneffekte

Bekannt ist auch, dass die Eiweiß- und Aminosäuregehalte von Jahr zu Jahr schwanken und die Sorteneffekte in einzelnen Jahren unterschiedlich sind. Generell schwanken die essentiellen Aminosäuren in einem engen Bereich. Die Aminosäuregehalte lassen sich nur schlecht über Proteinanalysen abschätzen und die Unterschiede in den Aminosäuregehalten sind kaum fütterungsrelevant. Nach welchen Kriterien richtet sich nun die Auswahl der Sorte für die Schweinefütterung?

Kriterien für die Mais-Sortenwahl

Die Parameter hoher Ertrag und Pflanzengesundheit sind die wichtigsten Kriterien bei der Sortenwahl. Der Mais ist und bleibt aufgrund seines hohen Stärkegehaltes der Energielieferant im Schweinefutter. Der Beitrag zur Eiweißversorgung ist besonders bei der erstlimitierenden Aminosäure Lysin gering und wird kaum durch die Sortenwahl beeinflusst.

Für den passenden Eiweiß- und Aminosäuregehalt sorgen Sojaschrot und Mineralstoffmischung bzw. das passende Eiweißkonzentrat.

Nicht beim Futter sparen

Schwein mit Geldbörse[1421926193365170.jpg]
© Agrarfoto
Die Fütterung verursacht den Großteil der Kosten in der Fleisch-, Eier- und Milcherzeugung. Daher wird beim Futter häufig zuerst der Rotstift angesetzt, um die Rentabilität zu erhöhen. Der Getreidehandel von Landwirt zu Landwirt lockt mit niedrigen Preisen im Vergleich zu Mischfutter. Das gekaufte Getreide ab Feld wird kaum auf unerwünschte Inhaltsstoffe wie z.B. Mykotoxine untersucht, die erhebliche Schäden verursachen können.

Bei Garant werden die Rohstoffe bereits vor der Übernahme in den Werken auf ihre Qualität kontrolliert. Entspricht eine Lieferung nicht den Bestimmungen, wird die Ware abgewiesen.

Analysen bringen Vorsprung

Die Rohstoffe werden in weiterer Folge von unabhängigen, staatlichen Kontrollstellen streng überwacht. Die im Garant-Labor durchgeführten Nährstoffanalysen garantieren, dass die Inhaltswerte im Mischfutter genau eingehalten werden können. Bei ab Feld gekauftem Getreide fallen diese wertvollen Informationen weg: Eine Ungenauigkeit in der Fütterung, die bares Geld kostet.

Hohe Qualität bei Garant Mischfutter

Ein möglichst geringer Futteraufwand je Kilogramm Zuwachs oder Liter Milch ist die Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit in der Tierproduktion. Zu welchen Anteilen die Rohstoffe in das Mischfutter kommen, entscheiden bei Garant bestens ausgebildete Tierernährungs-Fachleuten. Sie vereinen nach neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung die verfügbaren Rohstoffe und unterstützen so die Rentabilität in der tierischen Veredelung.

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Informationen zum Futterkonzept erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus oder auf www.garant.co.at.

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