EU-Schlachtrindermarkt: Preise für männliche Tiere zeigen steigende Tendenz

Jungstiernotierungen können auch in Österreich leicht zulegen.

Wien, 9. Oktober 2017 (aiz.info). - Am europäischen Schlachtrindermarkt setzt sich in den meisten Ländern der Trend der vergangenen Wochen weiter fort. Das Angebot an männlichen Schlachtrindern wird überwiegend als knapp bezeichnet und die Nachfrage lebhaft; die Preise zeigen durchwegs eine steigende Tendenz. Bei weiblichen Schlachtrindern wird aufgrund der auslaufenden Weidesaison regional von einem stärkeren Aufkommen berichtet. Die Notierungen tendieren von stabil bis mehr oder weniger stark rückläufig.

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren, Ochsen und Kalbinnen stabil, die Nachfrage bleibt lebhaft, die Preise sind leicht steigend. Aufgrund neuer Gewichts- sowie Altersregelungen bei AMA-Gütesiegel-Jungstieren und diverser Handelsmarken-Programme sei auf den optimalen Vermarktungszeitpunkt verstärkt zu achten, betonen die Experten der Rinderbörse. Bei Schlachtkühen ist die Angebotssituation uneinheitlich. Während in den Bergregionen (Alm- und Weideabtrieb) die verfügbare Menge stabil bis leicht steigend ist, zeigt sich in den Voralpenregionen weiterhin eine geringe Abgabebereitschaft (Ursachen sind vor allem der aktuelle Milchpreis und die gute Futtergrundlage). Die Erlöse für Schlachtkühe sind leicht rückläufig. Bei Schlachtkälbern übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot, die Preise sind stabil.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem erhöhten Basispreis von 3,67 Euro netto/kg Schlachtgewicht und bei Kalbinnen weiterhin mit 3,27 Euro. Für Kühe werden 2,56 Euro genannt, Schlachtkälber bringen konstant 6,05 Euro. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.