Verdauung beim Wildwiederkäuer

Das Rehwild und Rotwild in den heimischen Wäldern zählt zu den Wiederkäuern. Die ausreichende Aufnahme von strukturwirksamer Rohfaser ist für die Tiere daher lebensnotwendig.

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© Garant/Schiersmann
Eine professionelle Rehwildfütterung und Rotwildfütterung richtet sich nach den Ansprüchen unseres Wilds. Unser Rehwild und Rotwild zählt wie Rinder, Schafe und Ziegen zu den Wiederkäuern. Im Gegensatz zu Nicht-Wiederkäuern, die nur einen einhöhligen Magen besitzen, haben Wiederkäuer 4 Magenabteilungen: Pansen, Netzmagen, Blättermagen und Labmagen. Erst der Labmagen stellt den eigentlichen Verdauungsmagen dar, die anderen 3 Mägen werden zum Vormagensystem gezählt.

Ruhe und Rohfaser für Wildwiederkäuer

Die aufgenommene Nahrung wird im Äser (waidmannssprachlicher Fachbegriff für das Maul) grob zerkleinert und abgeschluckt. Die Zeit des Äsens ist bei Rehwild und Rotwild unterschiedlich. Eine Äsungsperiode erstreckt sich etwa beim Rotwild für gewöhnlich über etwa 1,5 (0,5–2,5) Stunden. Insgesamt nehmen die Tiere bis zu 10 Stunden pro Tag Nahrung auf. Hinzu kommen noch 5-6 Stunden für das Wiederkäuen.

 

Nur unter 2 Bedingungen ist es für unser Wild möglich, dieses lebensnotwendige Wiederkäuen durchzuführen. In erster Linie braucht es zum Wiederkäuen Ruhe. Darüber hinaus muss die zuvor aufgenommene Äsung einen Mindestgehalt an strukturwirksamer Rohfaser (14-16 %) enthalten.

 

Es ist besonders wichtig, dass dem Wild in der Fütterungssaison neben all den vorgelegten Ergänzungsfuttermitteln auch bestes Heu oder Grummet mitangeboten wird, um das lebensnotwendige Wiederkäuen zu fördern und somit gesunde, kapitale Tiere im Revier vorzufinden.

Kraftfutter reicht nicht

Viele Jäger sind der Meinung, dass Heu oder Grummet in den Fütterungen überflüssig ist, da es kaum durch das Wild angenommen wird. Aber Kraftfutter allein ist keine ausreichende Basis für das so wichtige Wiederkauen (Speichelbildung). Eine übermäßige Aufnahme von Kraftfutter führt nur zu einem zu schnellen Absinken des Pansen-pH-Werts, was sich anfangs durch gehäuftes Auftreten von Durchfall (verschmutzter Spiegel) bemerkbar macht, aber auch bis zum Verenden des Stückes führen kann.

Nur bestes Grundfutter

„Ich bin sicher, dass mein Grummet in Ordnung ist – nur nehmen es die Rehe nicht an!“, ist ein viel genutztes Argument gegen Grundfutter. Das Reh ist ein ausgeprägt geruchlich orientiertes Tier und riecht z.B. einen Menschen aus einer Entfernung von 300 bis 400 m. Daher muss die Grundfutterqualität außerordentlich hohen Ansprüchen gerecht werden (Trocknung, Vorlage, Werbung), um für die Rehe annehmbar zu sein. Wenn aber die Qualität passt, nehmen die Rehe über den Winter unwahrscheinliche Mengen davon. Die Zukunft der Wildfütterung liegt darin, den Tieren in den Futtertrögen nicht nur Kraftfutter anzubieten, sondern auch schmackhaftes Grundfutter. Trophy Äsungsergänzung ist hier ein Pionier! Schon seit Jahren mischt Trophy ausgewählten Produkten warmluft- getrocknete Luzerne höchster Qualität bei. Diese Produkte (z.B. Trophy Luzerne-Apfel) versorgen die Wildwiederkäuer optimal mit Struktur. Die vielen positiven Rückmeldungen der Jäger geben uns Recht, diese Art von Wildfutter mit bereits eingemischter Struktur weiterzuentwickeln.

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