Russische Experten: Rubel-Schwäche kann Getreideexporte stützen

Kurzfristiger Impuls erwartet.

Moskau, 12. April 2018 (aiz.info). - Die neulich durch die Ausweitung der US-Sanktionen gegen Russland ausgelöste Abwertung des Rubels kann eine für die letzten Monate dieses Wirtschaftsjahres erwartete Verlangsamung der russischen Getreideexporte abschwächen, meinen russische Marktexperten. Dies sei als zusätzlicher Impuls für die Exporte von Weizen zu betrachten, selbst wenn die Rubel-Schwäche nur kurzfristig anhalten würde, zitiert die Moskauer Wirtschaftszeitung "Kommersant" den Leiter des Consulting- und Forschungszentrums für Agrarökonomie (Sovecon), Andrej Sisow. Auch der Geschäftsführer des Moskauer Forschungsinstituts für Agrarmarktkonjunktur (IKAR), Dmitrij Rylko, rechnet mit einer Belebung der Getreideausfuhren, weist aber darauf hin, dass diese durch die infrastrukturellen Möglichkeiten beschränkt werden würde. Für April prognostizierte Sovecon einen Rückgang der russischen Weizenexporte um 0,5 Mio. gegenüber dem Vormonat auf gut 3,4 Mio. t. Allerdings lagen diese im März und auch bislang im laufenden Monat über den Erwartungen. Die seit Anfang 2017/18 verzeichneten gesamten Getreideexporte Russlands erreichten am Mittwoch dieser Woche die Marke von 40 Mio. t, wovon rund 31,2 Mio. t auf Weizen entfielen, was um 39% beziehungsweise 41% mehr waren als zum gleichen Stichtag im Vorjahr.