Russland: Agrarressort rät zur Einschränkung des Rübenanbaus

Höherer Ölfrüchte-Anteil soll Preisniveau bei der Hackfrucht heben.

Moskau, 29. März 2018 (aiz.info). - In Russland sollte der Anbau von Zuckerrüben zugunsten der Ölfrüchte eingeschränkt werden, empfiehlt das nationale Landwirtschaftsministerium. Der Optimierungsvorschlag gelte insbesondere für die Agrarproduzenten in den südlichen Regionen des Landes, erklärte der erste stellvertretende Ressortchef, Dschambulat Chatuow, vor Journalisten in Moskau. Anstatt der Hackfrucht lohne es sich dort schon bei der diesjährigen Frühjahrsbestellung mehr Soja und andere Ölpflanzen auszusäen. Dadurch dürften die Marktüberschüsse an Zucker verhindert und die Rentabilität der pflanzlichen Produktion gewährleistet werden, so der Beamte. Er wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass 2017/18 im Land rund 6 Mio. t Zucker erzeugt wurden, während der Binnenmarktbedarf bei bis zu 5,5 Mio. t liegt. Dabei habe sich der angestrebte Ausbau der Zuckerexporte innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) verzögert. Nun sei der Produktpreis am russischen Markt zeitweise um bis zu einem Viertel niedriger gelegen als das Durchschnittsniveau der vorangegangenen fünf Jahre.