Saatgut Austria: Fünf der acht neuen Sojasorten aus heimischer Züchtung

2017 war Rekordjahr für Sojaanbau in Österreich.

Wien, 13. März 2018 (aiz.info). - Österreichs Züchter sind aktuell sehr erfolgreich: Von 121 im Vorjahr im Inland neu zugelassenen Sorten stammen 33 aus heimischer Züchtung. Bei Soja haben die österreichischen Züchter gleich fünf der acht neu zugelassenen Sorten gezüchtet - ohne Gentechnik. "Unsere heimischen Bauern leisten damit einen immensen Beitrag zum GVO-freien Futtermittelanbau in Mittel- und Osteuropa. Das gewährleistet in weiterer Folge die gentechnikfreie Tierfütterung und eine 100% österreichische Wertschöpfungskette", teilt Michael Gohn, Obmann von Saatgut Austria, in einer Aussendung mit.
 

Seit dem Jahr 2000 hat der Sojaanbau in Österreich einen enormen Aufwind erlebt. Die Kultivierungsfläche für diese Eiweißpflanze ist seither von 15.000 ha auf einen Rekordwert von knapp 65.000 ha (2017) gestiegen. Davon wird etwa ein Viertel biologisch bewirtschaftet. Der Ertrag hat sich im selben Zeitraum um die Hälfte erhöht und mit ihm die Ernte von 33.000 auf 193.402 t (Quelle: AMA, https://goo.gl/exzccb).
 

"Die heimischen Züchter werden den Anforderungen der Konsumenten gerecht. Ihre Züchtungsfortschritte tragen jährlich in vielen Kulturen zu einer Ertragssteigerung von bis zu 2% bei. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einem hohen Selbstversorgungsgrad in Österreich und Europa", stellt Gohn klar. Er verweist dabei auch auf den Wirtschaftsfaktor Züchtung für Österreich: "Höhere Erträge und Einnahmen der Landwirte erhöhen deren Investitionsbereitschaft. Die Züchtungserfolge führen also in der Folge zu steigenden Umsätzen in der Bau- oder Bekleidungsbranche oder bei Landmaschinen." Die Entwicklung neuer Sorten selbst wiederum verlangt den Einsatz aufwändiger Züchtungsmethoden und eine kostenintensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Bis zur Zulassung kostet eine Sorte etwa bis zu 2 Mio. Euro.