Wände richtig vorbereiten

Farbe gibt ihren Zuhause den letzten Schliff. Für ein problemloses Anbringen der Farbe sorgt ein gut vorbereiteter Untergrund. Wir zeigen wie!

Der Putz bildet die Basis für Anstriche. Benutzen Sie nur Material von guter Qualität.

Der Putz bildet die Basis für Anstriche. Benutzen Sie nur Material von guter Qualität.

Wie eine schützende Haut ummantelt der Putz die Innenwände und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Er speichert die Feuchtigkeit und dämpft Umgebungsgeräusche. Sie wollen farbige Akzente oder einen Komplettanstrich in Ihren Wohnräumen haben? Dann bietet der Innenputz mit seiner glatten Oberfläche ideale Grundbedingungen. Wie Sie Ihre Wände für die Weiterverarbeitung am besten vorbereiten und worauf Sie beim Anbringen des Putzes achten müssen, verraten wir Ihnen hier:
 

Checkliste Putz und Wandfarbe
 

  • Wozu brauche ich einen Innenputz und welche Putzarten gibt es?
  • Welche Schichten soll ich auf meine Wand auftragen?
  • Worauf muss ich bei der Verarbeitung des Putzes achten?
  • Was muss ich beim Kauf der Wandfarbe beachten?

 

Putz - Basis und Schutzschicht

An der Außenfassade schützt der Putz vor den Einflüssen der Natur, wie Regen und Schnee, aber auch im Innenbereich muss er einiges leisten. Im Wohnbereich dient der Innenputz als Trägerfläche für Tapeten und Farben. Er nimmt die Raumfeuchtigkeit auf und verhindert die Durchfeuchtung im Bad und in der Küche. Der Putz wird in der Bauphase schon relativ früh aufgetragen, sie sollten sich daher schon vor Baubeginn Gedanken über das Putzmaterial machen. Wir stellen Ihnen die Gängigsten vor:
 

  • Mineralischer Putz: Natürliche Baumaterialien liegen wieder im Trend, daher erfreut sich der Mineralputz immer größerer Beliebtheit. Seinen Namen verdankt er dem mineralischen Bindemittel, das aus einem natürlichen Material (wie z.B. Kalk) besteht. Er kann innen und außen angebracht werden, wobei sich nicht jede mineralische Putzsorte für den Außenbereich eignet.
     
  • Silikatputz: Wird aufgrund seiner alkalischen Eigenschaft, die vor Moos und Algen schützt, sowie seiner schmutzabweisenden Eigenschaften, gerne im Außenbereich angewendet.  Silikatputz benötigt eine geringe Menge Kunstharz zum Binden, daher kann man ihn nicht mehr zu den mineralischen Putzen zählen. Er lässt sich zwar gut einfärben, intensive Wandfarben kommen jedoch nicht zur Geltung. Im Vergleich zum traditionellen Mineralputz ist Silikatputz teurer.
     
  • Buntstein- bzw. Mosaikputz: Diese Mischung aus Kunstharz und Natursteingranulat findet man oft in Treppenhäusern oder Vorräumen wieder. Die zähelastische Putzsorte punktet durch eine stoß- und kratzfeste Oberfläche, sowie wenig Abrieb bei starker Belastung. Abhängig vom Anbieter sind mehrere Farbtöne verfügbar. Mosaikputz eignet sich gut, um Akzente bei der Wandgestaltung zu setzen.

Schicht um Schicht

Im Innenbereich arbeitet man, im Gegensatz zum Außenbereich, meistens nur mit einer Lage. Diese wird so dünn wie möglich aufgetragen. Auf dieser einen Lage können bereits Farben und Tapete angebracht werden. Im Fall eines Buntsteinputzes, der zu den Edelputzen zählt, wird empfohlen vorab eine Schicht Grundputz aufzutragen. Das ist in den meisten Fällen eine Schicht aus zement- oder kalkgebundener Putz. Da der mineralische Putz innen keinen starken Umweltbedingungen ausgesetzt ist, können hier auch andere natürliche Bindemittel, wie Lehm und Ton zum Einsatz kommen.

Ob Sie nun eine oder zwei Schichten auflegen, kommt also auf die Weiterverarbeitung an. Unsere Checkbox hilft Ihnen bei der Entscheidungsfindung:
 

Checkliste Innenputzschichten:
 

  • Möchte ich einen Edelputz (wie z.B. einen Mosaikputz )anbringen?
  • Im Falle einer zweiten Lage Putz: Habe ich die zusätzliche Trocknungszeit der ersten Schicht(ca. 10 Tagen) im Bauzeitplan berücksichtigt?
  • Möchte ich die Wand streichen/tapezieren oder reicht mir ein natürlich eingefärbter Edelputz?
  • Möchte ich mit einem z.B. grobkörnigen Edelputz Struktur an die Wand bringen?

 

Auf die Plätze, anrühren, los!

Wie schnell Sie mit dem Putzanbringen starten können, bestimmen Sie selbst. Wollen Sie einen Grundputz auftragen? Kalk- und Kalk-Zementputz werden oft in Pulverform im Sack angeboten. Lesen Sie sich die Anweisungen des Herstellers auf der Packung genau durch, bevor Sie den Putz mit Wasser anmischen. Haben sie zu viel Wasser erwischt, kann der Putz nicht schnell antrocknen und fällt von der Wand ab.

Die Wand sollten Sie übrigens vorab von Schmutz reinigen, Fugen glätten, Unebenheiten auffüllen und mit Wasser befeuchten. Da nicht alle Massivwände aus demselben Material bestehen, sollten sie auch hier die Anweisungen des Herstellers genau beachten. Wollen Sie beim Mischverhältnis sicher gehen? Dann greifen Sie auf die fertig abgemischte Variante im Eimer zurück.
 

Checkliste Innenputz
 

  • Brauche ich einen Grundputz?
  • Welche Innenputzprodukte werden angeboten und wie muss ich Sie verarbeiten?
  • Wie muss ich die Mauer auf das Anbringen eines Innenputzes vorbereiten?
  • Habe ich die Packungsanweisungen des Herstellers bezüglich des Mischverhältnisses richtig verstanden und ausgeführt?

 

Wandfarbe ist nicht nur Geschmackssache

Sie haben sich entschieden nur einen einfachen Grundputz anzubringen, um die Wand anschließend zu streichen? Dann machen Sie sich wahrscheinlich gerade Gedanken über den Farbton, den Sie, zum Beispiel im Wohnzimmer, verwenden. Dabei gibt es noch viel mehr bei der richtigen Wandfarbenwahl zu berücksichtigen:
 

  • Preis: „Wer günstig kauft, kauft teuer“, lautet das bekannte Sprichwort und es hat auch bei der Wahl der Farbe seine Gültigkeit. Oft greift man, um sich ein wenig Geld zu sparen, zur günstigeren Farbe. Das schlägt sich aber spätestens im Zeitaufwand nieder. Günstige Wandfarbe ist oft für Streifen an der Wand verantwortlich. Ein zweiter Anstrich bedeutet auch doppeltem Aufwand.
     
  • Deckkraft: Achten Sie beim Kauf der Farbe auf den Grad der Deckkraft.  Eine Farbe mit der Deckkraft 1 ist üblicherweise sehr deckend. Ein einmaliger Anstrich reicht. Sie wird gerne bei Altbauten mit fleckigen Wänden benutzt. Für einen Neubau mit hellem Untergrund kann schon eine Farbe mit der Deckkraftklasse von 2-4 reichen.
     
  • Nassabriebskraft: Das Familienleben kann oft ganz schön turbulent sein. Da landet schon mal der eine oder andere Fleck an der Wand. Für solche Fälle gibt es die Bestimmung der Nassabriebskraft. Sie steht für die Strapazier- und Reinigungsfähigkeit. Eine Farbe mit der Nassabriebsklasse 1 sollte problemlos mit einem nassen Fetzen zu reinigen sein, ohne zu verschmieren oder sich abzulösen.
     
  • Glanzgrad: Stumpfmatt, matt, seidenmatt, seidenglänzend, glänzend und hochglänzend - das sind die Glanzgrade, die eine Wandfarbe haben kann. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt in diesem Fall, so wie bei der Wahl des Farbtons, vom persönlichen Geschmack ab.
     

Wussten Sie, dass Sie Wandfarben in Ihrem Wunschfarbton rasch und einfach mischen lassen können? In ausgewählten Lagerhäusern haben wir zu diesem Zweck moderne Farbmischanlagen. Aus tausenden verfügbaren Farben kann damit in kürzester Zeit Ihre perfekte Wunschfarbe gemischt werden.


TIPP:

Wandfarben von namhaften Herstellern aus dem europäischen Raum sind als unbedenklich einzustufen. Entscheiden Sie sich für Produkte mit anerkannten Prüfsiegeln, wie dem Umweltzeichen „Blauer Engel“, dann holen Sie sich keine giftigen Lösemittel ins Haus.

 

Eine umfassende Beratung und mehr Informationen rund um das Thema Bauen erhalten Sie in einem Lagerhaus in Ihrer Nähe. Unsere Mitarbeiter kümmern sich gerne um Sie!

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