Ein gut durchdachter Treppenbau

Treppen gehören zu den wichtigsten Funktions- und Gestaltungselementen im Eigenheim. Dabei gilt ganz klar: Sie sollten ein Minimum an Platz einnehmen, gleichzeitig aber durch Nutzbarkeit und Design überzeugen.

Treppen können geschickt in das Wohnbild miteingebunden werden.

Treppen können geschickt in das Wohnbild miteingebunden werden.

Treppen-Überblick

Treppen sind ein unverzichtbares Element in Gebäuden. Sie verbinden nicht nur Stockwerke miteinander, sondern erschließen auch Dachboden und Keller. Das Material und die Qualität werden dabei an der Nutzungshäufigkeit bemessen. Treppen im Wohnbereich müssen aber nicht nur einen praktischen Nutzen aufweisen, sondern sollten auch durch ein schönes, modernes Design überzeugen. Zu den Innentreppen gesellen sich im Hausbau noch die Außentreppen. Diese dienen dem Aufgang zur Haustür, zum Balkon oder der Terrasse. Als Material wird vornehmlich witterungsbeständiges verwendet. In der Regel sind Außentreppen aus Beton oder komplett aus Mauerwerk gestaltet. Dabei sind verschiedene Bauweisen möglich:
 

  • Blockstufen: Stufen, die aus einem großen Stein- oder Betonblock gefertigt sind
  • Legestufen: Setzt sich aus Auftrittsplatte und Unterlegstein zusammen. Beide sind etwa gleich dick
  • Setzstufen: Die Trittstufe ragt leicht über die Setzstufe hinaus; dadurch entsteht ein schöner Effekt.
     

Welche Treppenart für den Innenraum schließlich gewählt wird, ist wichtig für das spätere Aussehen eines Raumes. Wendeltreppen oder zweifach gewinkelte Treppen benötigen beispielsweise wenig Platz. Für repräsentative Zwecke eignen sich hingegen großzügige halb gewendelte Stiegen, Bogentreppen oder abgehängte Treppen.

Treppenarten im Überblick

  • Gerade Treppe: Bei einer geraden Treppe handelt es sich um die Urform aller Treppen. Sie benötigt viel Platz, jedoch sind Aufbau und Berechnung verhältnismäßig doch recht einfach. Besonders in großen Räumen kommt das klare Design gut zur Geltung. Ob das Aussehen der Treppe klar und dezent ist oder ob gezielte Akzente gesetzt werden (z.B. farbige Treppenwangen oder farbige Stäbe) ist dabei Geschmackssache. Doch wie lange muss so eine Treppe denn eigentlich sein? Dies lässt sich ganz einfach berechnen: Auftrittsbreite multipliziert mit der Stufenanzahl. Oben und unten sollte außerdem noch mindestens ein Meter Platz für Antritt und Austritt mitbedacht werden.
     
  • Gewinkelte Treppe: Diese Treppe wird auch Podest-Treppe genannt. Es handelt sich um eine mittels Eckpodest abgewinkelte Treppe, die sich vor allem für opulent geschnittene Häuser gut eignet, da sie Räume größer wirken lässt. Nach den ersten Aufgangsstufen wird ein Podest verbaut; anschließend ändert sich die Richtung (in der Regel handelt es sich um einen Winkel von 90 Grad) und die Treppe wird fortgesetzt.
     
  • Zweifach gewinkelte Treppe: Diese ähnelt der normal gewinkelten Treppe, jedoch sind hier zwei 90 Grand Winkel verbaut. Eine solche Treppenkonstruktion findet man oftmals in öffentlichen Gebäuden.
     
  • Bogentreppe: Diese Treppenform wirkt besonders dynamisch, da sie einen Bogen, ohne vollständige Drehung absolviert. Empfehlenswert ist diese Treppe überall dort, wo viel Platz vorhanden ist. Sie ist ein besonderer Eyecatcher.
     
  • Abgehängte Treppe: Hier hängt der tragende Teile der Konstruktion, d.h. einzelne Stufen oder alle Stufen an Zugstäben oder Seilen. Das praktische daran? So ist der Raum unterhalb der Treppe nutzbar. Glastreppen eignen sich aus designtechnischer Sicht besonders gut.
     
  • Kragstufentreppe: Hier wird ein Ende der Stufen an die seitliche Wand befestigt. Das andere Ende ragt frei, ohne Verankerung in den Raum hinein und setzt besondere Akzente im Eigenheim.
     
  • Halbgewendelte Treppe: Mit dieser Treppenart kann man Platz sparen. Man findet sie deshalb auch in den meisten Einfamilienhäusern. Von der ersten bis zu letzten Stufe dreht sich die halbgewendelte Treppe um 180 Grad.  
     
  • Wendeltreppe: Die Wendeltreppe kann bequem auch im Nachgang eingebaut werden. Sie benötigt für die Befestigung keine Umfassungswände. Diese Treppenform gibt es bereits mit einem Durchmesser von 140 Zentimetern.

Dachbodentreppe

Beim Thema Treppen darf man natürlich auch die Dachbodentreppe nicht vergessen. Dank ihr ist jeder Dachboden sowie bei Bedarf auch jedes Flachdach ganz einfach erreichbar. Die Treppe steht dabei nicht fix verankert im Raum, sondern lässt sich bei Bedarf einfach ausfahren und danach wieder leicht einfahren. Selbst in beengten Raumverhältnissen kann man die Dachbodentreppe nutzen. Hinsichtlich des Energiewerts kann eine solche Treppe jedoch problematisch sein. Denn eine gute Dämmung ist wichtig.  

Gut gedämmt

Treppen zum Dachboden mit mangelhafter Abdichtung sorgen für Energieverluste und somit für hohe Heizkosten. Bei unbeheizten Dachböden ist eine gute Dämmung (Verlinkung auf Dämmung) daher unerlässlich. Die oberste Geschoßdecke wird zwar oft gedämmt, auf die Dachbodentreppe wird dabei aber gerne vergessen. Durch eine schlecht oder nicht isolierte Dachbodentreppe geht in der kalten Jahreszeit viel Wärme verloren. Das schlägt sich mit hohen Heizkosten zu Buche. Mit modernen Treppensystemen wird der Wärmeverlust minimiert und Kondensation vermieden. Durch den Einsatz von Dämmstoffplatten aus Steinwolle (mind. 10 cm Stärke) am Deckel der Dachbodentreppe und durch einen gedämmten Ausstiegskasten wird der Wärmeaustausch zum ungeheizten Dachboden im Winter unterbunden. Im Sommer dringt mit einer Abdichtung weniger Hitze in den Wohnraum.
 

Hochwertige Dachbodentreppen sind außerdem mit einer Brandschutzdichtung ausgestattet, die eine Ausbreitung von Feuer verzögern kann. Ein weiterer Vorteil ist die Vermeidung von Kondensation und somit Schimmelbildung. Für die nachträgliche Aufrüstung bzw. Sanierung von bestehenden, nicht gedämmten Dachbodentreppen gibt es von einigen Anbietern eine Wärmeschutzhaube, deren Isolierhaube in Verbindung mit dem Dichtrahmen optimale Effizienz bietet.

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