Anbauten oder darf´s ein bisschen mehr sein

Ist der Grundriss des Hauses erst einmal geplant, so sollte man sich im nächsten Schritt auch bereits Gedanken über mögliche Anbauten wie Balkon, Wintergarten uvm. machen. Die wichtigsten Fakten finden Sie hier.

Mit einem Wintergarten haben Sie auch an kalten Tagen die Möglichkeit  Sonnenstrahlen zu genießen.

Mit einem Wintergarten haben Sie auch an kalten Tagen die Möglichkeit Sonnenstrahlen zu genießen.

Ein ausgiebiges Frühstück am Balkon genießen, eine wohlverdiente Tasse Kaffee in der Loggia trinken oder gemütlich ein Buch im Wintergarten lesen – wer einen Anbau wie Balkon, Loggia oder Wintergarten sein Eigen nennen darf, kann sich glücklich schätzen, denn sie verhelfen ein Stück weit zu mehr Lebensqualität. Worauf Sie beim Bau achten sollten, welche Materialien sich eignen und wie sich die Anbauten genau unterscheiden, haben wir für Sie zusammengefasst.

Die Loggia

Der Begriff der Loggia kommt aus dem Italienischen und bedeutet nichts anderes als „Loge“. Wie eine Loge in der Oper ist die Loggia von fünf geschlossenen Seiten umgeben - drei Wände, Decke und Fußboden -  und ist wie der Balkon eine direkte Erweiterung des Wohnraumes. Einziger Unterschied: Der Balkon liegt außerhalb des Gebäudegrundrisses, die Loggia hingegen innerhalb. Das bedeutet, dass die Loggia als Nutzfläche angesehen wird. Hinsichtlich Wärme- und Witterungsschutz sind jedoch die gleichen Bedingungen wie beim Balkon einzuhalten. Man muss auf die Anschlusspunkte an das Haus achten, da Wärmebrücken entstehen können, die nur durch geeignete Maßnahmen der Außenwanddämmung verhindert werden können. In Sachen Bodenmaterialien kommen Estrich, Naturstein, Kunststein, Vinylplatten, Keramikplatten und bestimmte Holzsorten zum Einsatz.

Der Balkon

Ein Balkon wird im Gegensatz zur Loggia an die Fassade eines Hauses angebaut. Die Balkonbodenplatte, die aus Holz oder Beton gefertigt werden kann, geht von der Hausfassade aus und liegt somit außerhalb des Gebäudegrundrisses. Der große Vorteil: Ein Balkon kann auch problemlos im Nachhinein angebracht werden. Er ist von einer Mauer und einem Geländer umgeben (kann aus Edelstahl, verzinktem Stahl, aus Metall, Holz oder Sicherheitsglas sein) und sorgt für ein schnelles Frischlufterlebnis. Anders als bei der Loggia ist ein Balkon, wenn die Dachfläche nicht über die Balkonbodenfläche ragt, stets der Witterung ausgesetzt. Ist der Balkon aus Holz gefertigt, so ist eine regelmäßige Pflege notwendig. Ein Balkon sollte eine Mindesttiefe von zwei Metern besitzen, noch bequemer sind 2,40 Meter. Eine größere Tiefe kann aus statischer Sicht, aber zu Problemen führen. Ebenfalls wichtig: Bei Planung und Bau sollten unbedingt Wärmebrücken und Lecks vermieden werden. Wichtig ist es daher, den Balkon thermisch immer von der Decke zu trennen. Und auch die sachgemäße Durchführung der Montage ist sehr wichtig. Andernfalls können zusätzlich noch Schimmelschäden im Inneren des Hauses bzw. der Wohnung auftreten. Tipp: Nehmen Sie die Hilfe der Profis vom LAGERHAUS bei der Planung in Anspruch!

Der Wintergarten

Als Wintergarten bezeichnet man einen Anbau an ein Gebäude, dessen Dach und Seitenwände größtenteils aus Glas besteht. Erste und wichtigste Entscheidung: Soll es ein Kalt- oder ein Warm-Wintergarten sein?
 

  • Ein kalter Wintergarten ist ein Glasanbau,  der wärmetechnisch vom Gebäude vollständig abgekoppelt ist und zur Überwinterung von nicht winterfesten Pflanzen benutzt wird. Dieser Wintergarten wird nicht beheizt bzw. frostfrei gehalten oder auf maximal 12 Grad Celsius beheizt – abhängig von den Pflanzen bzw. Ihrem Nutzungsziel. Während der Übergangszeiten kann der Wintergarten aber auch als Wohnraum genutzt werden kann.
     
  • Ein warmer Wintergarten wird auch als Wohn-Wintergarten bezeichnet. Dort herrschen ganzjährig warme Temperaturen, die einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Der Warm-Wintergarten ist extra beheizbar oder an die zentrale Heizanlage angeschlossen. Er kann deshalb für die Haltung von tropischen, exotischen Gewächsen und sogar Tieren verwendet werden.
     

Als tragendes Gerüst kommen für Wintergärten wahlweise Holz-, Metall- oder Kunststoffprofile in Frage. Immer häufige gibt es auch Verbundsysteme aus Holz und Alu. Da der Großteil des Anbaus aus Glas besteht, sollte man hier auf jeden Fall auf Qualität setzen. Die Verglasung wird aus Wärme- und Schallschutzgründen immer mit Mehrscheiben-Isolierglas oder transparenten Kunststoffplatten umgesetzt. Im Dachbereich arbeitet man mit Verbundsicherheitsglas oder Drahtglas, ansonsten mit Wärmeschutzglas. Für welche Materialien Sie sich auch entscheiden, die Planung und Umsetzung des Wintergartens sollten auf jeden Fall Profis übernehmen. Warum? Weil bei der Planung die Eigenlast der Verglasung sowie zusätzlich der Druck durch Wind und Schnee unbedingt zu berücksichtigen sind. Bei der Bemessung der Spannweiten und Dimensionen der Profile sind zudem umfassende statische Kenntnisse nötig.
 

Schließlich ist auch das Thema Beschattung ein wichtiges Thema, wenn es um Wintergärten geht. Gerade bei südgerichteten Anbauten sollte keinesfalls darauf verzichtet werden. Es empfiehlt sich ein außenliegender Sonnenschutz (Verlinkung zu Fenster/Sonnenschutz) durch Rollläden, aber auch Raffstores, Lamellenvorhänge, Jalousien, Vorhänge oder Plissees können zum Einsatz kommen. Neben dem Sonnenschutz ist zudem ein automatisches Lüftungssystem durchaus wichtig. Denn eine solche Lüftung verhindert eine Überhitzung im Sommer und Feuchteprobleme, die zur Schimmelbildung führen können.

Garage und Carport

Um sein Auto vor Regen, Schnee und Hagel sowie lästigen Mardern oder gar Dieben zu schützen, ist eine Garage die sicherste Lösung. Die gemauerte Garage mit ihrer geschlossenen Bauweise und absperrbarem Tor ist dabei die beste Lösung, denn sie dient gleichzeitig als nützlicher Stauraum für Fahrräder, Werkzeug und Co. Sie ist jedoch auch vergleichsweise die teuerste Variante.
 

Eine andere Variante ist die Fertigteilgarage, die aus Beton oder Stahl gefertigt wird. Großer Vorteil: Sie ist innerhalb weniger Stunden gebaut und bis zur Hälfte günstiger als die gemauerte Version. Die Fertigteilgarage eignet sich zum raschen Nachrüsten, wenn beim Hausbau auf eine Garage z.B. aus Kostengründen verzichtet wurde.  
 

Schließlich können Sie auch zur Anschaffung eines Carports tendieren. Diese Option ist die günstigste und vor allem sehr schnell aufgebaut. Schutz vor der Witterung ist dabei zwar gegeben, jedoch ist das Auto nicht vor Nagern, Diebstahl oder Lackkratzern gefeit.
 

Wird die Garage als direkter Anbau geplant, also direkt mit dem Eigenheim verbunden, so ist es besonders wichtig, auf eine dichte Ausführung und entsprechend professionelle Anschlüsse an das Mauerwerk oder das Dach zu achten. Eine ordentliche Dämmung der Wände und des Daches, die Vermeidung von Wärmebrücken sowie dichte Bauanschlussfugen sind ein absolutes Muss. Lassen Sie hier unbedingt die Profis vom Lagerhaus ran. Gibt es hier auch eine direkte Verbindungstür zwischen Wohnraum (Windfang, Vorraum) und Garage, so muss diese ebenfalls wärmegedämmt, luftdicht und feuerhemmend ausgeführt sein.

Eine umfassende Beratung und mehr Informationen rund um das Thema Bauen erhalten Sie in einem Lagerhaus in Ihrer Nähe. Unsere Mitarbeiter kümmern sich gerne um Sie!

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