Bauen & Garten

Mit Zeigerpflanzen Nährstoffmangel im Rasen feststellen

wissenswertes

Unkräuter im Rasen, wie beispielsweise Roter Sauerklee, Löwenzahn oder Gänseblümchen, zeigen an, dass gewisse Nährstoffe im Boden fehlen. Man nennt sie daher auch Zeigerpflanzen.

Hübsch sieht der Löwenzahn aus, doch nach der Blüte entwickeln sich Samen des Löwenzahns mit haarigen Flugschirmen. Dadurch können sich schnell neue Löwenzahnpflanzen ausbreiten.

Hübsch sieht der Löwenzahn aus, doch nach der Blüte entwickeln sich Samen des Löwenzahns mit haarigen Flugschirmen. Dadurch können sich schnell neue Löwenzahnpflanzen ausbreiten.

Wenn sich auf der Rasenfläche Unkraut breit macht, fehlen dem Boden wichtige Nährstoffe. Testen Sie den Boden mit dem Immergrün Bodentest. Sie bekommen nach einigen Tagen nicht nur ein genaues Testergebnis zugeschickt, sondern auch Tipps, welchen Nährstoffmangel der Boden aufweist.

Checkliste Zeigerpflanzen

  • Gänseblümchen, Weißklee: dem Boden fehlen Nährstoffe, Rasendünger verteilen
  • Sauerklee: liebt kalkarme Böden, streuen Sie daher Kalk über die Rasenfläche
  • Löwenzahn: nährstoffarmer Boden, Boden aerifizieren, Quarzsand streuen

Gänseblümchen mögen nährstoffarme Böden

Wenige Gänseblümchen können den Rasen schmücken. Sie vermehren sich jedoch schnell. Die Blumen mit den breiten und flachen Blättern lassen sich auch durch häufiges Rasenmähen nicht reduzieren. Da hilft nur Ausstechen oder die Gänseblümchen mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel zu bekämpfen. Gänseblümchen gehören zu den Zeigerpflanzen und sie machen darauf aufmerksam, dass dem Boden wichtige Nährstoffe fehlen. Düngen Sie den Rasen im Frühjahr und im Sommer mit dem Immergrün Rasendünger und ab September mit dem Immergrün Herbstrasendünger. Damit werden dem Rasen die für ihn notwendigen Nährstoffe zugeführt.

Roter Sauerklee auf kalkarmen Böden

Der Rote Sauerklee ist der Albtraum in der Rasenfläche. Stechen Sie den Klee am besten aus, bevor er Blüten bildet. Aber auch das hilft nur bedingt, da die Wurzeln tief in den Boden ragen und meistens kleine Wurzelstücke zurück bleiben. Aus den kleinen Wurzeln entwickeln sich neue Kleepflanzen. Wenn Sie den Sauerklee mit chemischen Mitteln zerstören, dann dürfen nur Rasen-Unkrautvernichter oder Rasendünger mit Unkrautvernichter verwendet werden, da Total-Unkrautvernichter auch den Rasen zerstören würden. Der Rote Sauerklee ist eine Zeigerpflanze. Damit der Klee nur wenig Chance hat wieder zu kommen, streuen Sie Kalk über den Rasen. Der Rasen sollte dann wieder genug Kraft haben, um die Unkräuter zu verdrängen, da der Rote Sauerklee eher kalkarme Böden liebt.

Löwenzahn bevorzugt verdichtete Böden

Stechen Sie den Löwenzahn mit einem Unkrautstecher aus, solange er noch gelbe Blüten hat. Nach der Blüte entwickeln sich Samen mit haarigen Flugschirmen, die durch den Wind verblasen werden. Schnell können sich neue Löwenzahnpflanzen entwickeln. Im Gegensatz zu den Gräsern ist der Löwenzahn eine genügsame Pflanze. Der Löwenzahn wächst fast überall. Prinzipiell bevorzugt er nasse und verdichtete Böden. Mit einem Rasen-Aerifizierer können Sie den Boden, am besten im Zeitraum vom März bis April oder September bis Oktober, belüften. Anschließend einen feinkörnigen (ca. 1mm) Sand in den Rasen einarbeiten, damit der Boden lockerer wird. Die Anleitung gbit's im Artikel "Rasen aerifizieren und besanden".