Vorarlberg: Fünf Rinderbetriebe wegen TBC-Verdachts gesperrt

Rückgang der Fallzahlen bei Rotwild.

Bregenz, 29. Jänner 2018 (aiz.info). - Wie die Landesveterinärabteilung mitteilt, sind in der vergangenen Woche in Vorarlberger Rinderbetrieben TBC-Verdachtsfälle aufgetreten. Während im Klostertal bei Betriebsuntersuchungen sämtliche Befunde negativ ausgefallen waren, mussten im Montafon wegen TBC-Verdachts Betriebssperren verhängt werden, berichtete Landesveterinär Norbert Greber am Freitag. Eine Sperre aufgrund TBC-Verdachts gab es auch in einem Betrieb in Dornbirn.

In einem Montafoner Betrieb ergab ein Schnelltest einen positiven Befund. "Für den endgültigen Nachweis muss noch das Ergebnis der Kultur abgewartet werden. Bis dahin bleibt die Betriebssperre aufrecht, was eine Schließung von mindestens acht Wochen bedeutet", so Greber. In einem weiteren Betrieb verlief die Untersuchung nach der diagnostischen Tötung eines Rindes negativ. Die verhängte Sperre bleibt aber bis zur Nachuntersuchung des Bestandes aufrecht.

Bei zwei weiteren Höfen war ebenfalls eine diagnostische Tötung je eines Tieres notwendig, allerdings wird hier erst diese Woche ein erster Zwischenbefund erwartet. Eine weitere Sperre gab es in einem Betrieb in Dornbirn nach einem Verdachtsfall, der im Zuge der Schlachtung eines Stieres aufgetreten ist. Hier ist ein Mastbetrieb betroffen. Da es in diesem Fall keine Verbindung zu den Risikogebieten gibt, ist die Entstehung vorerst ungeklärt und bedarf weiterer Abklärungen, so Greber. Insgesamt sind somit aktuell fünf Betriebe gesperrt.

Die Untersuchungen des Rotwildbestandes sind mehr oder weniger abgeschlossen. Erfreulicherweise konnte dabei ein Rückgang der Fallzahlen beobachtet werden, insbesondere im Klostertal. Die 2017 befürchtete Ausweitung des betroffenen Gebietes ist ausgeblieben und die positiven Fälle konzentrieren sich wieder mehr auf das bekannte Kern- und Randgebiet des TBC-Vorkommens.