Zunahme der pflanzlichen Produktion 2016/17 um 11% - Obsternte deutlich kleiner

Erzeugung legte bei Kartoffeln um 43% zu.

Wien, 27. April 2018 (aiz.info). - Die pflanzliche Produktion stieg im Wirtschaftsjahr 2016/17 gegenüber dem Vergleichszeitraum vor einem Jahr insgesamt um 11%, obwohl die Produktion von Obst um mehr als die Hälfte und die von Wein um 14% deutlich zurückging. Mehrimporte von Obst und Wein konnten den Produktionsrückgang nicht ausgleichen und reduzierten so den Inlandsverbrauch. Das geht aus den aktuellen Versorgungsbilanzen von Statistik Austria hervor, die für den Wirtschaftszeitraum vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 (Wein: 1. August bis 30. Juli; Zucker: 1. Oktober bis 30. September) das Aufkommen und die Verwendung der wichtigsten pflanzlichen Erzeugnisse darstellen.
 

In der Saison 2016/17 wurden in Österreich 5,7 Mio. t Getreide (+17%), 208.800 t Obst (-56%), 687.900 t Gemüse (+7%), 767.300 t Kartoffeln (+43%), 391.300 t Ölsaaten (+26%) und 3,53 Mio. t Zuckerrüben (+24%) geerntet. Zusätzlich wurden 1,95 Mio. hl Wein (-14%) produziert. Zur Deckung des Inlandsbedarfs wurden insgesamt 2,56 Mio. t Getreide (-6%), 1,52 Mio. t Obst und Gemüse (+3%), 259.400 t Kartoffeln (-3%), 900.900 hl Wein (+19%), 622.200 t Ölsaaten (+9%) sowie 324.300 t pflanzliche Öle (-8%) importiert.
 

Insgesamt standen 2016/17 im Inland 5,99 Mio. t Getreide (+8%), 1,96 Mio. t Obst und Gemüse (-7%), 881.700 t Kartoffeln (+29%), 738.900 t Ölsaaten (+6%), 396.600 t Pflanzenöle (-5%), 2,44 Mio. hl Wein (-3%) und 8,88 Mio. hl Bier (±0%) als Nahrungs- und Futtermittel sowie als Rohstoff für die industrielle Verarbeitung (Food und Non-Food) zur Verfügung.
 

Aus der heimischen Landwirtschaft konnte der Bedarf an Getreide zu 95%, an Kartoffeln zu 87%, an Wein zu 80%, an Gemüse zu 58%, an Ölsaaten zu 53%, an pflanzlichen Ölen zu 31% und an Obst zu 27% gedeckt werden.
 

Agraraußenhandelsvolumen gestiegen
 

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2015/16 erhöhte sich das Agraraußenhandelsvolumen (pflanzliche und tierische Produkte) von 21,5 Mrd. auf 22,5 Mrd. Euro (+5%). Das entspricht einem Anteil von 8,1% am gesamten Außenhandelsvolumen (278,3 Mrd. Euro). Der Wert der Agrarimporte stieg von 11,3 Mrd. auf 11,7 Mrd. Euro (+4%) und jener der Exporte von 10,2 Mrd. auf 10,8 Mrd. Euro (+5%). Haupthandelspartner waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 84% bei den Importen und 75% bei den Exporten.